Bei den Sehenswürdigkeiten darf der Bad Nauheimer Sprudelhof nicht fehlen. 	FOTOS: PHILIPP HEINZ/PV/LONI SCHUCHARDT
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Bei den Sehenswürdigkeiten darf der Bad Nauheimer Sprudelhof nicht fehlen. FOTOS: PHILIPP HEINZ/PV/LONI SCHUCHARDT

Digitale Stadtbesichtigung

Online-Projekt für Bad Nauheim und Friedberg: Einfach durch die Städte klicken

  • vonHarald Schuchardt
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Durch Bad Nauheim und Friedberg zu schlendern, die Sehenswürdigkeiten von außen und von innen zu betrachten, lohnt sich immer. Nun gibt es auch eine digitale Möglichkeit.

Wer durch Friedberg und Bad Nauheim schlendern und sich Sehenswürdigkeiten näher betrachten will, der muss nun nicht mehr unbedingt das Haus verlassen. Dank einer virtuellen Karte kann jeder am Computer durch beide Städte spazieren.

Möglich wurde dies durch die interkommunale Zusammenarbeit beider Städte an dem Projekt, das dieser Tage im Sitzungssaal des Bad Nauheimer Rathauses vorgestellt wurde. Als Gastgeber konnte Bürgermeister Klaus Kreß seinen Friedberger Amtskollegen Dirk Antkowiak, Lena Herget-Umsonst von der Wirtschaftsförderung der Stadt Friedberg, Kerstin Schneekloth, Geschäftsführerin des Bad Nauheimer Stadtmarketings, Luftbildfotograf Philipp Heinz von »Die Aufsteiger« sowie Christian Abt von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) begrüßen.

Bad Nauheim und Friedberg: Virtuelle Führung auf den Websites der beiden Städte

»Dieses Projekt ist der rasanten Entwicklung im digitalen Bereich geschuldet und hat coronabedingt noch einen zusätzlichen Schub bekommen«, sagte Kreß, der dem Stadtmarketing Bad Nauheim für die Initiative dankte. »Es ist ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit der beiden Städte, aber auch für die fortschreitende Digitalisierung. Man bekommt ein Gefühl, wie die beiden Städte aussehen.« Das sieht Friedbergs Bürgermeister genauso: »Eine virtuelle Stadtführung ist in Corona-Zeiten besonders wichtig, soll aber auch den Anreiz geben, beide Städte zu besuchen«, sagte Antkowiak, der Philipp Heinz für die Realisierung des Projekts ebenso dankte wie Christian Abt von der THM.

In dem von Abt mitbegründeten »Maker-Space«, einer innovativen Werkstatt zur Verwirklichung von Ideen, wurden unter anderem eine Drohnen-Halterung und eine Abseiltechnik aus dem 3-D-Drucker entwickelt, mit denen es möglich wurde, eine Drohne im Judenbad und im Verlies des Judenbads einzusetzen. »Uns hat diese Arbeit großen Spaß gemacht, wir hoffen auf weitere Kooperationen mit den beiden Städten«, sagte Abt. Das »Maker Space« stehe jedem, der seine Ideen verwirklichen wolle, offen, sobald es die Corona-Pandemie wieder zulasse , sagte Abt.

»Ich kenne die beiden Städte jetzt in- und auswendig« sagte Philipp Heinz zu Beginn seiner Präsentation der virtuellen Rundgänge, die bereits auf den Internetseiten der beiden Städte freigeschaltet wurden. Für die modernen 360-Grad-Aufnahmen wurden zwei Drohnen eingesetzt. Die Bilder aus der Luft und vom Boden aus bilden eine virtuelle Karte, auf der man beide Städte auf eine ganz neue Art und Weise erkunden kann.

Bad Nauheim und Friedberg: Virtuell in Museen, Türme, Judenbad

Ganz einfach kann mithilfe von Buttons navigiert werden. Der Nutzer wird leicht durch das Programm geleitet. Wer die Vogelperspektive ungestört genießen will, der kann die Buttons wegdrücken. Wer allerdings virtuell ins Wetterau- oder ins Rosenmuseum gehen will, der findet über den entsprechenden Button Einlass. Gleiches gilt für den Wasser- und den Adolfsturm oder das Judenbad in Friedberg und viele weitere Sehenswürdigkeiten in beiden Städten. Einige virtuelle Spaziergänge wurden mit passender Musik oder mit Geräuschen unterlegt, so zwitschern Vögel beim Spaziergang durch den Bad Nauheimer Kurpark.

Die virtuelle Präsentation soll in den kommenden Monaten noch ausgebaut und ergänzt werden, unter anderem mit Videobotschaften oder Öffnungszeiten von Geschäften samt Blick in den entsprechenden Laden. Bereits jetzt können über Buttons die Image-Filme der beiden Städte abgerufen werden.

Abschließend stellte Heinz die beiden Drohnen samt der von der THM-Gruppe entwickelten Zusatzelemente vor.

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