So wie hier beim Neujahrskonzert 2020 in der Trinkkuranlage könnte es bald wieder sein. Die 2G-Regel macht eine Auslastung der Räume möglich. Allerdings gilt sie auch für alle Mitwirkenden.
+
So wie hier beim Neujahrskonzert 2020 in der Trinkkuranlage könnte es bald wieder sein. Die 2G-Regel macht eine Auslastung der Räume möglich. Allerdings gilt sie auch für alle Mitwirkenden.

Gilt ab 25. Oktober 2021

2G bei städtischen Kulturveranstaltungen in Bad Nauheim: Was bedeutet die Regel konkret?

  • VonHanna von Prosch
    schließen

Wer ab Montag städtische Kulturveranstaltungen in Bad Nauheim besuchen will, muss doppelt geimpft oder genesen sein. Diese Regel wirft Fragen auf. Doch was bedeutet sie konkret?

Bad Nauheim – Ab Montag, 25. Oktober 2021, gilt bei städtischen Veranstaltungen in Bad Nauheim die 2G-Regel. Das heißt, man muss gegen Covid-19 vollständig geimpft oder von einer Erkrankung genesen sein, wenn man zum Beispiel die Kleinkunstreihe oder ein Kammerkonzert besuchen möchte. Hintergrund ist laut Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter für Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt, dass man wieder mehr Normalität in das Kulturleben bringen und die Säle füllen möchte.

Diese Regelung wirft aber weitergehende Fragen auf, die Wieliki im Gespräch mit dieser Zeitung beantwortete.

Warum 2G und nicht 3G?

Wir haben die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten sehr genau abgewogen. Die Vorteile der 2G-Variante haben überwogen, denn in Bad Nauheim ist die Impfquote ziemlich hoch. Wir wollen so zur Normalität, die sich die Menschen wünschen, zurückkehren und den Veranstaltungen wieder ihr Flair geben, ohne Maske und Abstandsregel. Dabei denken wir natürlich auch an die Wirtschaftlichkeit eines voll besetzten Saales. Ein Nachteil entsteht für die Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

Was ist mit Kindern und Jugendlichen?

Kinder unter sechs Jahren haben ohne Nachweis Zutritt. Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden in der Regel in den Schulen getestet und können das Ergebnis vorlegen. Kinder, die in den Herbst- oder Weihnachtsferien zu Besuch in Bad Nauheim sind, können sich hier kostenlos testen lassen. Für Jugendliche gilt die Erwachsenenregelung.

Was müssen Genesene beachten?

Der Nachweis darf nicht älter als sechs Monate sein und nicht jünger als 28 Tage. Wer davor erkrankt war, muss einen Impfnachweis bringen.

Kann man gekaufte Karten zurückgeben, wenn man den Nachweis bis zum Veranstaltungstermin nicht bringen kann?

Dann werden gekaufte Karten erstattet. Wer sich jetzt Karten für städtische Veranstaltungen kauft, wird auf der Homepage oder in der Tourist-Info auf die 2G-Regel hingewiesen. Normalerweise muss man mit mindestens sechs Wochen vom ersten Impftermin bis zur Gültigkeit des Impfnachweises rechnen.

Gilt die 2G-Regel auch für das Personal und für Mitwirkende?

Auch das städtische Personal, das bei Veranstaltungen eingesetzt wird, oder Vereinsmitglieder hinter der Theke müssen den 2G-Nachweis erbringen. Das gilt auch für die Akteure auf der Bühne. Wir hoffen, dass es nicht nötig sein wird, deswegen Veranstaltungen abzusagen. Die Stadt wird in jedem Fall nach Lösungen suchen.

Der Weihnachtsmarkt unter freiem Himmel soll vollkommen ohne Nachweise stattfinden. Wie sieht es aber mit der Dankeskirche als integriertem Veranstaltungsraum aus?

Da entscheidet die Kirche selbst, ob sie 2G oder 3G anwendet.

Gilt die 2G-Regelung auch für die Musikschule mit den Kurkonzerten in der Trinkkuranlage?

Die Musikschule kann bei ihren eigenen Veranstaltungen selbst über 2G oder 3G entscheiden. Sie nutzt nur unsere Räume. Bei den Kurkonzerten gilt aber ab 25. Oktober auch die 2G-Regelung, weil sie als städtische Veranstaltungen eingeordnet sind.

Sinfoniekonzert-Reihe

Die Sinfoniekonzert-Reihe im Jugendstil-Theater findet ebenfalls unter der 2G-Regelung statt. Hier hat das Hotel Dolce als Vermieter des Theaters das Entscheidungsrecht. Im Foyer und in den Zugängen gilt die 3G-Regelung. Diethard Bauer vom Förderverein Sinfonische Musik weist darauf hin, dass dies beim Kartenkauf erklärt wird. Bauer: »Uns ist bewusst, dass damit Menschen ausgeschlossen werden, was uns wehtut. Aber wir sind gezwungen, die Regel auch aus wirtschaftlichen Gründen anzunehmen. Wir hoffen natürlich, dass bald keine Einschränkungen mehr nötig sein werden.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare