Ausländerbeirat: Konstituierende Sitzung muss wiederholt werden

  • VonRedaktion
    schließen

Bad Nauheim (pm). In seiner zweiten Sitzung wird der Ausländerbeirat sämtliche Beschlussfassungen seiner ersten Sitzung dieser Legislaturperiode erneut behandeln. Grund ist ein Fehler bei der öffentlichen Bekanntmachung zur konstituierenden Sitzung, welcher der Verwaltung erst im Nachhinein bekannt wurde.

»Die Wiederholung bietet sich an, um die Konstituierung und die weitere gemeinsame Arbeit rechtlich abzusichern«, sagt der amtierende Vorsitzende Sinan Sert. Er rechnet damit, anschließend zügig mit der Gremienarbeit starten zu können. Es lägen bereits zwei interessante Projekte in der Pipeline, die besprochen werden sollen. Die Sitzung beginnt am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Trinkkuranlage.

»Trotzdem wird die Sitzung mit einer sehr erfreulichen Mitteilungen beginnen«, kündigt Sert an: Der Seniorenbeirat wolle seine Geschäftsordnung aktualisieren und sich dabei am Ausländerbeirat orientieren. Dies sei ein richtiger und wichtiger Schritt. Einer konstruktiven Zusammenarbeit beider Beiräte blicke er zuversichtlich entgegen. Bereits seit fünf Jahren moniert der Ausländerbeirat, dass Senioren aus Nicht-EU-Ländern von der Mitwirkung im Seniorenbeirat über dessen Geschäftsordnung kategorisch ausgeschlossen werden.

Bestürzt über Krise im Nahen Osten

Die neuen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mache auch die Mitglieder des kurstädtischen Ausländerbeirats tief betroffen, berichtet Sert. Die Eskalation und das Leid müssten umgehend beendet, Menschenleben dürften nicht weiter gefährdet werden. »Besonders besorgniserregend sind resultierende Ereignisse, die auch das friedvolle Zusammenleben bei uns stören können«, verurteilt der Vorsitzende antisemitische Aktivitäten in Deutschland. Das Gehör für Unterstützer politischer Ansprüche ende, sobald jene die Grenzen der Meinungsfreiheit oder des Demonstrationsrechts überschreiten und pauschal gegen Religionen und deren Angehörige agierten. Es gelte auch in Bad Nauheim aufmerksam zu bleiben. In der Kurstadt lebten Menschen verschiedener Religionen, Kulturen und Herkünfte friedlich miteinander, eskalative Konflikte untereinander seien der Stadt fremd. Gegenseitiger Respekt, Toleranz und das friedvolle Miteinander prägten das Stadtbild und seien den Einwohnern wichtig. Dies dürfe nicht gefährdet werden, etwaigen gegenteiligen Strömungen müsse frühzeitig besonnen, aber bestimmt entgegengetreten werden. Seit Jahren setze sich der Beirat mit Erfolg genau dafür ein. Sert: »Der Ausländerbeirat wird sich mit seinen Aktivitäten weiter für Frieden und Toleranz einsetzen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare