Betriebsratsvorsitzender Andreas Wehnes (l.) und Geschäftsführer Peter Drausnigg (r.) verabschieden Bernd Findling nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand. FOTO: STADTWERKE BAD NAUHEIM
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Betriebsratsvorsitzender Andreas Wehnes (l.) und Geschäftsführer Peter Drausnigg (r.) verabschieden Bernd Findling nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand. FOTO: STADTWERKE BAD NAUHEIM

Den Ausbau vorangetrieben

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Bernd Findling hat vor 42 Jahren angefangen, bei den Stadtwerken Bad Nauheim zu arbeiten. Neulich ging er in den Ruhestand. "Was ich in dieser Zeit erlebt habe, ist ein stetiger Wandel: Zunächst habe ich mit meinen Kollegen ein kleineres Stromnetz als heute betreut, mit nur 60 bis 65 Trafo-Stationen. Das Netz in Nieder-Mörlen war damals noch nicht an unseres angeschlossen, die Straßenbeleuchtung lag nicht in unserer Hand und Glasfaserkabel gab es noch nicht", erinnert sich Kabelmonteur Findling an seine Anfangszeit bei den Stadtwerken. "Jetzt ist das Netzgebiet 15,3 Quadratkilometer groß, rund 350 Kilometer Kabel lang, und 104 Umspann-Stationen transformieren elektrische Energie zur allgemeinen Versorgung in der Stadt und allen Ortsteilen Bad Nauheims."

Seit 1978 ist der gelernte Starkstromelektriker beim Energiedienstleister angestellt gewesen. "Bernd Findling hat den Netzausbau jahrzehntelang begleitet und mit vorangetrieben. Vor allem in den vergangenen 20 Jahren hat sich die Energiebranche stark gewandelt: Die Liberalisierung des Energiemarktes, die Dezentralisierung und die Energiewende bieten Dienstleistern wie uns sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern völlig neue Möglichkeiten. Die jahrelange Fachkompetenz und Begleitung innovativer Projekte machen Bernd Findling zum Vorbild für unsere Nachwuchskräfte, denn technische Neuerungen kommen immer öfter und schneller auf den Markt", lobte Geschäftsführer Peter Drausnigg bei der Verabschiedung Findling als einen der dienstältesten Mitarbeiter.

"Es ist noch kein vollständiger Abschied", sagt der 64-jährige Findling: Er wird weiter stundenweise an seinem bisherigen Arbeitsplatz im Lager aushelfen und sich um die Grünflächen des Betriebsgeländes kümmern. Besonders freut er sich aber darauf, mehr Zeit für sein Hobby, die Geflügel- und Kleinviehzucht, zu haben. Er wurde bereits mehrfach regional, national und sogar europaweit ausgezeichnet, seit 2019 hält er die höchstmögliche Auszeichnung, den Bundesehrenmeister, den im Raum Bad Nauheim sonst niemand hat. Findling: "Die Hühnerzucht ist mein Lebensinhalt. Jetzt habe ich auch mehr Zeit für meine Arbeit als Vorsitzender des Bad Nauheimer Geflügelzuchtvereins."

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