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Gründlichkeit geht vor: Die Außengastronomnie darf wieder öffnen, doch Fabian Körber und Basti Beck (v. l.) bringen zuerst einen »Schafstall« wieder auf Hochglanz.

Lockerungen

Außengastronomie in der Wetterau öffnet - Doch nicht alle sind dabei

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Endlich! Endlich dürfen Wirte und Café-Betreiber ihre Außengastronomie öffnen. Blöd nur, dass es gleich zu Beginn immer wieder heftig regnete.

Bad Nauheim/Friedberg – Die Inzidenz sinkt, der Landrat freut sich über die hessenweit niedrigsten Corona-Zahlen und der Ministerpräsident kündigt Lockerungen in der Pandemie an. Schön und gut, aber auf die Wetterlage haben Politiker keinen Einfluss. Als am Montag die Gastwirte und Café-Betreiber ihre Außengastronomie wieder öffneten, schüttete es zeitweise wie aus Kübeln. Ein Omen, das uns sagen will »Seid bitte vorsichtig«? Wie gut, dass es große Markisen gibt. Das Café Müller am Aliceplatz in Bad Nauheim hat einen solchen Sonnen- und Regenschutz. Kaum hatten die Mitarbeiter Stühle und Tische rausgestellt, waren auch schon welche besetzt. »Wir kommen aus Karben, haben einen Arzttermin und noch etwas Zeit«, berichtete ein älteres Ehepaar. »Es freut uns sehr, dass wir hier Kaffee trinken können«, sagte der Mann. So ging’s den ganzen Tag über. Trotz des Regens kamen immer wieder Gäste. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen oder, bei doppelter Impfung, den Impfausweis.

Außengastronomie in der Wetterau öffnet: „Schön machen für die Kunden“

In Friedberg hingegen standen am Montag noch Vorbereitungsarbeiten an. Basti Beck und Fabian Körber, Betreiber der »Dunkel« auf der Kaiserstraße, waren damit beschäftigt, einen von zwei »Schafställen« herauszuputzen. »Die Licher-Brauerei hat uns neue Lampen und einen neuen Schirm spendiert«, berichtete Beck. Der zweite »Schafstall« soll nun neu lackiert werden. Dafür wurde das Holz abgeschliffen.

»Wir warten mit der Öffnung die sichere Stufe 2 ab und machen erst am 1. Juni auf«, sagte Beck. »Dann gibt’s ab 11.30 Uhr wieder Mittagstisch.« Dann sogar draußen und drinnen: In der Gastwirtschaft mit aktuellem Test, draußen wird der Test dann nur noch empfohlen.

Ein beliebtes Plätzchen, um Kaffee zu trinken und ein Schwätzchen zu halten, ist in Friedberg auch die Schirngasse, wo das Café »Siebenkorn« eine gemütliche Sitzecke eingerichtet hat. Auch hier wurde am Montag geputzt. »Wir wollen es schön machen für die Kunden«, sagte eine Mitarbeiterin und schrubbte die Holzbänke. »Vorne an den Tischen kann man schon sitzen.«

Mike Lersow von »Mike’s zum Kühlen Grund« steckt noch mitten in den Vorbereitungen.

Außengastronomie in Friedberg öffnet: Kärchern im »Kühlen Grund«

Auch Mike Lersow von »Mike’s Zum Kühlen Grund« hat keine Eile. Er war am Montagvormittag damit beschäftigt, den Fußboden der Terassse zu kärchern. »Am Freitagnachmittag öffnen wir«, sagte Lersow. Ab 17 Uhr gibt’s dann wieder saftige Hamburger und andere Spezialitäten. »Wir haben keine Reservierungen angenommen. Die Gäste können einfach so vorbeikommen.« Benötigt wird nur ein aktueller Corona-Test, der aber auch mitgebracht und vor Ort durchgeführt werden kann.

Sollte es dann wieder oder gar immer noch regnen, ist das kein Problem. Im »Kühlen Grund« gibt es Pavillons, die vor Regen schützen. Außerdem wird, wie überall in der Gastronomie, der Lieferservice beibehalten, mit dem sich Lersow in den vergangenen Monaten über Wasser hielt.

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