Auf der Suche nach dem Glück

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Bad Nauheim (pm). Die erste Ausstellung des Kunstvereins soll ab dem morgigen Dienstag nach langem Lockdown in der wieder eröffneten Galerie in der Trinkkuranlage unter strengen Hygieneregeln gezeigt werden. Unter dem Titel »Phänomen - Stille Träume« werden Werke von Oh Soon Hwa (Südkorea) und Su-Kyoung Yu (Südkorea/Deutschland) zu sehen sein. Maximal zehn Personen gleichzeitig dürfen in die Galerie;

sie müssen FFP2-Masken tragen. Die Schau läuft bis zum 2. Mai.

Was sind unsere Wurzeln? Wie bewahren wir sie? Wie finden wir sie wieder? Fragen wie diesen gehen die beiden koreanischen Künstler in ihren Arbeiten nach. Gleiche kulturelle Wurzeln, kontrastierende aktuelle Lebensräume: Die eine lebt hier in Deutschland, die andere in ihrer Heimat Südkorea. Der Kontrast auf der einen Seite und die Ähnlichkeit auf der anderen Seite könnten kaum spannender sein. Vor diesem persönlichen Hintergrund stellen sich die beiden Künstlerinnen Fragen nach den Veränderungen der Lebenswirklichkeiten, die all diejenigen, die mit kulturellen und klimatischen Veränderungen konfrontiert sind, akut betreffen - unabhängig von ihrem geografischen Heimatland.

Die menschliche Existenz

Es geht um die menschliche Existenz. Bewahren. Verändern. Sich anpassen. Generell und individuell. In der Dualität von Abstraktion und Figuration spürt Su Kyoung Yu ihrem eigenen ursprünglichen Wesen nach.

Im Gegensatz dazu scheint die Suche nach dem Glück in der fotografischen Arbeit von Oh Soon Hwa ähnliche Fragen aufzuwerfen. Was ist Heimat? Wird sie sich verändern? Durch die rasch fortschreitenden Phänomene des Klimawandels? Durch kulturelle und soziale Veränderungen in einer globalisierten Welt? Diesen Fragen gehen die beiden Südkoreanerinnen nach. Oh Soon Hwa beschäftigt sich mit der Heirat und der Auswanderung junger Frauen im Mekong-Delta. Sie betont die Schönheit des Augenblicks, in dem die bekannte Welt das unbekannte Neue fast berührt.

Oh Soon Hwa, geboren in Südkorea, lebt in Singapur, stellt seit 2000 international aus, der Kunstverein holt sie nun zum ersten Mal nach Deutschland. Sie trifft Su-Kyoung Yu, ebenfalls in Südkorea geboren, die seit dem Jahre 1990 in Friedberg lebt und arbeitet.

Der Vorstand des Kunstvereins möchte die kulturelle und geographische Kraft der beiden Werke, die Fotografien von Oh Soon Hwa und das regional bekannte Werk von Su Kyoung Yu, einander gegenüberstellen. Die Ausstellung soll die Geschichte zweier Künstler unter dem Aspekt globalisierter Lebensentwürfe erzählen. »Es wird ein Märchen erzählt. Es erzählt eine Dualität mit eigenen Koordinaten«, wie der Kunstverein Bad Nauheim, im Vorfeld mitteilte.

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