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Günter Schulz ist Elvis-Fan und extra wegen der Bronze-Statue gekommen. Seine Frau Helga macht ein Bild.

Arm in Arm mit Elvis

  • VonPetra Ihm-Fahle
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Bad Nauheim (ihm). Hans-Joachim Dressler aus Eutin ist gerührt. Über 60 Jahre ist es her, als er Elvis öfters in der Goethestraße 14 getroffen hat. »Hier«, zeigt der 80-jährige Zeitzeuge ein altes Schwarz-weiß-Foto. Es zeigt ihn in jungen Jahren neben dem King. Lange hat der Senior in der Schlange gestanden, aber nun ist es so weit. Dressler geht auf die neue Bronze-Statue zu, die GI Elvis auf der Usa-Brücke darstellt.

Er stellt sich neben sein Idol, legt den Arm um ihn. So wie früher, als Dressler noch in Bad Nauheim wohnte. Glücklich strahlt er in die Kamera. Nur ist es diesmal sein Schwager Rolf Schöning, der das Bild macht.

»Ich komme fast jedes Jahr zum Elvis-Festival nach Bad Nauheim. Dieses Jahr war es mir aber besonders wichtig«, sagt Dressler.

Er ist nicht der einzige Fan, der ein Foto machen lässt. Zahlreiche Besucher des Festivals stehen nach der Enthüllung des Denkmals am Wochenende auf der Brücke an. Die Initiatorinnen der Bronze-Statue, Meike Berger und Angela Storm, sind bewegt: »Das ist das, was uns am meisten am Herzen gelegen hat. Ein Projekt von Fans für Fans, weil wir wussten, wie Elvis seine Fans geliebt hat.«

Extra aus Frankreich angereist

Gerade trafen sie eine Französin, die bitterlich weinte. »Sie sagte, es sei der schönste Tag in ihrem Leben gewesen, und sie ist so dankbar und extra aus Frankreich gekommen.«

Frank Willmann aus Dornum ist zum ersten Mal in Bad Nauheim, seit 40 Jahren ist er Elvis-Fan. »Ich bin extra wegen der Elvis-Enthüllung da«, sagt er. Marco Fenchel aus Offenbach und seine Familie begleiten ihn dabei. Die Enthüllung haben sie wegen des enormen Aufgebots nur von Weitem gesehen. »Ich habe meinen Sohn auf die Schultern genommen, wir haben auch zur Musik getanzt, und es war Gänsehaut pur«, sagt Fenchel.

Ina und Clemens aus Biebesheim hörten im Radio von der Enthüllung und sind für ein Foto nach Bad Nauheim gefahren. Während der Zeremonie machten sie eine Stadtführung, »nun sind wir eine Runde gelaufen und dann hergekommen«.

Rainer Modess (Elvis World, Minden) betritt gespannt die Brücke. »Mit dem Negativ, dem 3-D-Druck, habe ich das Foto auch schon hinter mir«, sagt er und lacht. Lange hat Modess den beiden Initiatorinnen geholfen. »Nun wollte ich mir das Ergebnis anschauen«, erzählt er.

Günter Schulz ist mit seiner Frau Helga aus Kelkheim da. »Ich bin Elvis-Fan und extra wegen der Bronze gekommen. Als die Enthüllung war, standen wir an der Absperrung. Zwischendurch waren wir am Hotel Dolce und dachten: Wir fahren jetzt schnell rum und machen ein Bild bei Elvis.«

Bevor Zeitzeuge Dressler und sein Schwager Rolf Schöning wieder gehen, macht Schöning noch ein Bild von Rolf-Peter Sanner aus Bremen und Evelyn Senner-Weidemann aus Dernbach. Beide sind schon sehr lange Elvis-Fans und haben für die Statue gespendet. Plötzlich brummt es, ein Motorradfahrer hält hinter der Absperrung an der Zanderstraße. »Ich bin 400 Kilometer hergefahren und würde gern ein Foto mit dem Motorrad vor der Statue machen«, erklärt er einem Ordner. Doch vergeblich, heiße Öfen müssen unten bleiben.

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