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Abgesackt: Die Welle des Wasserrads ist gebrochen.

Anonymer Spender ermöglicht Wasserrad-Reparatur

Bad Nauheim (pm/bk). Ohne genehmigten Etat bleiben Aufgaben unerledigt: Diese Erfahrung machte die Stadt in Bezug aufs Wasserrad am Ludwigsbrunnen. Obwohl das Bauwerk seit einem Dreivierteljahr repariert werden müsste, tut sich nichts, weil die Mittel nicht abgerufen werden können. Jetzt zeichnet sich eine unerwartete Lösung ab.

Nach Angaben von Erster Stadträtin Brigitta Nell-Düvel stellt ein anonymer Spender den notwendigen Betrag zur Verfügung.

Der Februar hielt eine besondere Überraschung für die Stadtverwaltung bereit. Ein Bürger aus der Wetterau meldete sich beim Kur- und Servicebetrieb und kündigte an, die für die Instandsetzung des Wasserrads am Ludwigbrunnen erforderliche Summe in Höhe von 37 000 Euro zu spenden, damit das Rad im Sommer 2015 wieder läuft und die Besucher die besondere Technik erleben können. Das Geld ist laut Nell-Düvel Anfang März bei der Stadtkasse eingegangen. Namentlich möchte der Spender, nach eigener Aussage selbst "Technikfan", nicht genannt werden.

Im Juni vergangenen Jahres war die Welle des Wasserrads am Ludwigsbrunnen gebrochen – seither ist das Rad außer Betrieb. Die Verwaltung holte zwar Angebote ein und meldete entsprechende Mittel im Nachtragshaushalt 2014 an. Da der Etat von der Kommunalaufsicht in Friedberg bisher aber nicht genehmigt wurde, konnte mit der Reparatur nicht begonnen werden. Dank der großzügigen Spende konnte der Magistrat am Dienstag den Auftrag an die Firma Mühlenbau Schumann aus dem sächsischen Mulda vergeben.

"Das Rad soll Anfang April aus seiner Halterung gehoben werden, um die Welle ausbauen zu können. Die Firma wird das Wasserrad mit einem Mobilkran aus der Grube hieven und die Welle nach Mulda transportieren. Die Fertigstellung ist für Mai geplant", sagt Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb.

Erste Stadträtin Nell-Düvel freut sich über die unerwartete Unterstützung: "Wir sind voller Dankbarkeit für diese Spende. Damit kann das Rad am Ludwigbrunnen jetzt so schnell wie möglich repariert werden und wieder in Betrieb gehen. Gerade an der exponierten Stelle am Gradierbau III neben der Ludwigsquelle ist das Wasserrad ein Besuchermagnet." Auch Großherzog Ernst Ludwig wäre sicherlich zufrieden. Der Brunnen ist nämlich ein Geschenk des Großherzogs, der – wie der anonyme Spender auch – den Bad Nauheimer Bürgerinnen und Bürgern Gutes tun wollte.

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