Annahmestopp für Kleiderspenden

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Bad Nauheim(pm). In der Zonta-Kleiderkammer in der Blücherstraße 23 können keine Spenden mehr angenommen werden. "Wir stehen wirklich vor einem großen Problem", sagt die Zonta-Club-Präsidentin Julia Buettner. Jeden Montag würden etliche Säcke mit Spenden abgegeben. An manchen Annahmetagen hätten die Verantwortlichen bis zu 20 Säcke erhalten. "Dabei konnten wir die Winterware aus dem letzten Jahr noch gar nicht aus dem Lager holen und in den Verkauf bringen. Wir können derzeit nicht ansatzweise so viel verkaufen, wie abgegeben wird", sagt Buettner.

Hinzu komme, dass die Organisatorinnen durch die Corona-Situation in der nächsten Zeit gezwungen sein werden, die Anzahl der Personen in den Räumen weiter zu beschränken.

Die Präsidentin befürchtet, dass auch die regelmäßige Abholung aussortierter Ware bald nicht mehr angeboten werden könne. "Wir müssen erst mal unser Lager räumen. Im nächsten Jahr sehen wir weiter."

Ein weiteres Problem sei, dass in der Vergangenheit immer wieder Säcke mit Kleidung und Hausrat einfach vor der Tür der Kleiderkammer abgelegt worden seien. Diese platzten dann auf, würden nass und müssten kostenpflichtig entsorgt werden.

Die Zonta-Kleiderkammer sei kein Platz für eine derartige Entsorgung und es werde dringend appelliert, dies zu unterlassen, da ansonsten Anzeige erstattet werden müsse, so die Präsidentin.

Ab Januar soll die Annahme mit einem neuen Konzept gestartet werden, sofern die Situation es überhaupt zulasse: "Aus Hygienegründen müssen wir auf die Annahme nun erst mal verzichten."

Angedacht sei, ab 2021 die Ware zusammen mit den Spendern sofort durchzusortieren. Das entlaste die ehrenamtlichen Helferinnen, die allein an den Montagen bis zu sechs Stunden am Stück gebrauchte Kleidung sortierten.

Engagierte Frauen, die an den Verkaufstagen ehrenamtlich anpacken wollen, werden weiterhin gesucht: Interessentinnen können sich bei der Präsidentin per E-Mail an praesidentin@zonta-badnauheim-friedberg.de oder direkt vor Ort melden.

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