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Zeigen sich begeistert von der Trinkkuranlage als Spielstätte (v. l.): Sascha Pfeiffer, Dr. Erik Meyer, Markus Theis, Waldemar Kolepp, Reiner Zinsinger, Michael Schmale und Steffen Tüscher.

Angetan von Spielstätte in der Trinkkuranlage

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Bad Nauheim (pm). Hocherfreut zeigen sich die Vertreter der Freien Wähler Bad Nauheim über die neue städtische Spielstätte, die sich nun in der Trinkkuranlage befindet. Bei den über 450 000 Euro, die für die Umgestaltung des Konzert- und Bankettsaals ausgegeben würden, um dort zwischen 100 und 300 Personen (in Zeiten ohne Corona) als Zuschauer begrüßen zu können, habe bei einer Besichtigung der Umbauten niemand mehr von einer Interimslösung gesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung der FW.

»Es ist offensichtlich, dass dies die weitaus bessere und flexiblere Lösung ist, als einen über drei Millionen Euro teuren Neubau in den Hinterhof des Sprudelhofs zu bauen«, äußert sich Fraktionsvorsitzender Markus Theis.

Die Idee des Kulturzentrums im Sprudelhof, die Bücherei dorthin zu verlegen, die kein Nutzer der Bücherei für sinnvoll erachte, sei damit Geschichte, auch wenn dies noch niemand offiziell ausspreche. Die »Idee« sei nun bereits über zwei Jahre alt und man habe bisher nichts weiter davon gehört. Selbst die Befürworter dieses Projekts würden nicht nachfragen, weil offenbar nun klar sei, dass man nach den Erfahrungen beim Badehaus 2 als Stadt nicht noch einmal »diese katastrophalen Erfahrungen im Sprudelhof machen sollte«, heißt es weiter vonseiten der Freien Wähler.

Die eingebaute Technik lasse alle bisherigen Nutzungen und darüber hinaus noch weitaus mehr zu. Offenbar ebenfalls mehr, als es in der alten und auch in der neu angedachten Spielstätte möglich gewesen wäre. Damit werde die Trinkkuranlage nun endlich tatsächlich zum Bürgerzentrum in der Mitte der Stadt und die bisher nur zu rund 20 Prozent ausgelasteten stadteigenen Räume kämen zu einer auch der Trinkkuranlage angemessenen Nutzung.

Die Freien Wähler schreiben, sie seien auch dem Vorsitzenden des TAF, Gunnar Bolsinger, sehr dankbar für den Eindruck, den er aus Sicht eines Besuchers geschildert habe. Dieser habe das Ambiente der Trinkkuranlage als Ort für die Kultur als einmalig und herausragend befunden. Da es neben dem Konzert- und Bankettsaal auch noch die Möglichkeit gebe, die Konzertmuschel und den dahinterliegenden Raum zu nutzen, ergäben sich wesentlich mehr Möglichkeiten als im Sprudelhof.

Auch zeigen sich die Freien Wähler erfreut darüber, dass die Trinkkuranlage allen Kulturschaffenden offen stehe und die Technik somit von allen Interessenten genutzt werden könne. Mit der Investition in die Trinkkuranlage habe man eine Lösung für die neue Spielstätte der Stadt gefunden, die das Kulturzentrum im nicht stadteigenen Sprudelhof »mit unabsehbaren Risiken«, wie die Freien Wähler es formulieren, nun gänzlich unnötig mache. Die Nutzung des Badehauses 3 durch den Jugendstilverein sollte genauso dauerhaft sein wie es die Nutzung der Trinkkuranlage sein werde, heißt es weiter. Markus Theis: »Um hier für alle Beteiligten, auch für die Stiftung, Klarheit zu schaffen, werden wir einen Antrag einbringen, der genau dieses Ziel unseres Eckpunktepapiers zur Kommunalwahl zum Inhalt hat.«

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