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Weil die Ampelanlage bis gestern nicht funktioniert hat, ist es an dieser Kreuzung teilweise zu gefährlichen Situationen gekommen.

Ampel-Ausfall sorgt für Verwirrung

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim (bk). Seit dem 2. Mai haben an der Kreuzung Frankfurter Straße/Steinfur-ther Straße in Bad Nauheim ungewohnte Zustände geherrscht. An diesem Sonntag hatte nämlich ein 24-jähriger Randalierer aus der Kurstadt einen Gullideckel herausgehoben und damit einen Stromverteilerkasten in der Frankfurter Straße zertrümmert. Die Folge war unter anderem der Ausfall der Ampelanlage an der Kreuzung.

Mit der Vorfahrtsregelung, die seitdem durch Schilder angezeigt wurde, kamen nicht alle Verkehrsteilnehmer zurecht. Teilweise herrschten dort etwas chaotische Verhältnisse. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde eine Übergangsampel installiert, die am gestrigen Feiertag ihre Arbeit aufnehmen sollte.

Nicht alle verstehen die Vorfahrtsregel

Die meisten Fahrer vermuteten zunächst, dass es sich bei der Frankfurter Straße um einen Vorfahrtsstraße handele. Tatsächlich sagen die dort aufgehängten Verkehrsschilder aber etwas anderes. Vorrang hatten nämlich Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Steinfurth kamen und in die Bad Nauheimer Innenstadt oder in Richtung Nieder-Mörlen abbiegen wollten. Die abknickende Vorfahrt galt auch für Fahrer, die von der Innenstadt in Richtung Steinfurth unterwegs waren.

Diese Regelung hatten seit dem Ausfall der Ampel allerdings nicht alle Fahrer unmittelbar erkannt. Deshalb kam es angesichts des hohen Verkehrsaufkommens an dieser Kreuzung zu einigen Beinahe-Unfällen. Das hat sich seit gestern erledigt, denn die Vorfahrt wird jetzt wieder durch eine Ampel geregelt, wenn auch durch ein Behelfsexemplar. Wann die eigentliche Ampel wieder in Betrieb geht, ist nicht bekannt.

Der 24-jährige Bad Nauheimer, der den Stromverteilerkasten am 2. Mai aus seiner Verankerung gerissen und mit dem Gullideckel zerstört hatte, war kurze Zeit später festgenommen worden. Zeugen hatten die Polizei in Friedberg alarmiert. Der junge Randalierer hatte einen Sachschaden von rund 20 000 Euro angerichtet.

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