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Blick auf den alten Ortskern von Nieder-Mörlen: Die CDU möchte mehr für die Innenentwicklung tun.

Alten Ortskern attraktiver machen

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Bad Nauheim (pm). Einen Plan, der die innerörtliche Entwicklung in den Vordergrund stellt, fordert die CDU in Nieder-Mörlen. Jede Gemeinschaft, jede Gemeinde, jede Stadt und jeder Stadtteil lebt von der Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit seiner Einwohner. So auch Nieder-Mörlen. Wenn man sich Bilder aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren anschaue, sei Nieder-Mörlen damals ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf gewesen, auf dessen Höfen mehrere Generationen zusammenlebten.

Nach dem zweiten Weltkrieg habe der Ort zu wachsen begonnen. Es seien in mehreren Wellen Wohnsiedlungen mit Einfamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern entstanden. Zunächst sei ein neues Baugebiet (mit Einfamilienhäusern und Gärten) direkt an Bad Nauheim angrenzend erschlossen worden. »Mit diesem neuen Teil des Ortes wurde das bis dahin überwiegend katholische Dorf stärker evangelisch geprägt. Sichtbarstes Zeichen hierfür war die Grundsteinlegung für die evangelische Christuskirche im Jahr 1956«, schreibt die CDU. Die Kirche habe mit ihrer Solitärstellung lange Zeit als geografisches Bindeglied zwischen dem historischen Ortskern und dem neuen Wohngebiet fungiert. Erst in den Folgejahren sei die Bebauung westlich und südlich der Christuskirche entstanden, sodass diese heute in Nieder-Mörlen eine zentrale Lage einnehme. Der alte Ortskern liege mittlerweile eher am Ortsrand. In den letzten Jahren sei auf dem Hempler ein weiteres großes Wohngebiet entstanden. »Das Neubaugebiet wird von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern im alten Dorfkern wie eine Satellitenstadt empfunden. Die verkehrstechnische Erschließung für den größten Teil des neuen Wohngebietes ist sicherlich ein Grund dafür«, so die CDU.

»Durch das Wachstum in der jüngeren Vergangenheit fühlen sich die Menschen, die schon lange im alten Ortskern wohnen, von der Entwicklung abgehängt. Die Infrastruktur ist in den Neubaugebieten in der Regel besser als im alten Ortskern. Deshalb ist es an der Zeit, sich Gedanken zu machen, wie diese unterschiedlichen Standards angeglichen werden können, das Zusammenwachsen der alten und neuen Wohngebiete noch besser gelingen und wie der alte Ortskern für die dort lebenden Menschen wieder attraktiver gestaltet werden kann«, schreiben die Christdemokraten.

Lebensqualität anpassen

Die Politik sei somit gefordert, alles zu tun, damit die Lebensqualität im Dorfkern erhalten bzw. weiter verbessert werde. Daher setze sich die CDU dafür ein, dass für Nieder-Mörlen ein Entwicklungsplan erstellt wird, der der Innenentwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung auf bisher noch nicht erschlossenen Flächen gibt. Es sollten auch Anreize für die energetische Renovierung geschaffen werden. »Eine qualitativ gute Innenentwicklung wäre somit ein Gewinn sowohl für die dort lebenden Menschen als auch für unsere Natur.«

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