»Als spiele man auf Naturrasen«

Bad Nauheim-Rödgen (ihm). Der neue Kunstrasenplatz in Rödgen ist fertig. 912 000 Euro kostete das Projekt, die Finanzierung erfolgte im Rahmen des Konjunkturpakets II. Am Samstag wurde Einweihung gefeiert.

Bad Nauheim-Rödgen (ihm). Der neue Kunstrasenplatz in Rödgen ist fertig. 912 000 Euro kostete das Projekt, die Finanzierung erfolgte im Rahmen des Konjunkturpakets II. Am Samstag wurde Einweihung gefeiert.

»Tor!«, freut sich der städtische Sportdezernent Armin Häuser. Mit Karacho landet das runde Leder im Netz - haarscharf vorbei am Torwart, sprich Bürgermeister Bernd Witzel. »Na, warte«, lacht das Stadtoberhaupt, bevor er den nächsten Ball mit Bravour hält. Dem Kicken der Lokalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Baufachleute auf dem neuen Kunstrasenplatz in Rödgen folgen weitere sportive Aktivitäten: Spieler verschiedener Fußballvereine treten gegeneinander an.

Zu Beginn der Einweihungsfeier auf dem Areal, dessen Herstellung 912 000 Euro gekostet hatte, standen Reden. Häuser begrüßte das Auditorium, allen voran Josef Edelbauer. Der Ortsvorsteher hatte kurz vor dem Hochzeitsfest seines Sohnes schnell noch vorbeigeschaut. Mithin fasste er sich kurz: »Das ist ein außerordentlich toller und schöner Sportplatz, der seinesgleichen sucht.«

Häuser blickte auf den ersten Spatenstich zurück. »Das Wetter war unfreundlich, Lkw rollten an uns vorbei.« Der Bau sei zügig vonstatten gegangen. Es handele sich um das größte Projekt in Bad Nauheim, das im Zuge des Konjunkturpakets II realisiert wurde. Die Investition komme nicht nur den Rödgener Vereinen zugute, sondern entzerre den Trainingsbetrieb aller Bad Nauheimer Klubs im Winter. Entstanden sei ein Kunstrasenplatz der neuesten Generation. »Er ist besonders gelenkschonend. Es ist, als spiele man auf Naturrasen«, erläuterte er. Die Investitionssumme beinhaltete nach den Worten des Sportdezernenten auch Planung, Balllager und Sanierung der Umkleidekabinen. Häuser appellierte an die Vereine, den Platz pfleglich zu behandeln: »Auch Kunstrasen ist nicht ›unkaputtbar‹.«

Hans-Peter Thyssen, stellvertretender Parlamentschef, ging auf die Bedeutung des Kickens ein. Die Bewegung sei gut für die Gesundheit. Teamgeist und Integration würden gefördert, zudem seien Fußballplätze Orte der Begegnung. Bürgermeister Witzel bezeichnete Tempo und Ausführung des Bauprojekts als Meisterleistung.

Die Redner der zwei ansässigen Fußballvereine, Mehmet Altun (Vorsitzender TSV Bad Nauheim) und Alexander Schmitt (Abteilungsleiter Fußball TSV Rödgen), dankten allen Beteiligten. Bei Kuchen und belegten Brötchen wurde gefeiert.

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