Karin Merchel, 2. Vorsitzende des Bad Nauheimer Kunstvereins (l.), erläutert bei der Finissage erneut die Werke und zieht Bilanz. Über "inside.art" soll es auch einen Film geben. FOTO: GK
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Karin Merchel, 2. Vorsitzende des Bad Nauheimer Kunstvereins (l.), erläutert bei der Finissage erneut die Werke und zieht Bilanz. Über "inside.art" soll es auch einen Film geben. FOTO: GK

"Alle haben ihr Bestes gegeben"

  • vonGerhard Kollmer
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Bad Nauheim(gk). Karin Merchel, die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins, darf zu Recht stolz sein: Die von ihr kuratierte Mitglieder-Ausstellung "inside.art" mit 100 Werken von 54 Künstlern wurde in den vergangenen fünf Wochen von über 1000 Interessierten besucht. Angesichts zahlreicher coronabedingter Einschränkungen ist das beachtlich. Die Eintragungen im ausliegenden Besucherbuch dokumentieren zudem, dass die Schau sehr gut ankam.

Liebe zu Bad Nauheim

Bei schweißtreibenden 34 Grad Außentemperatur fand - im Beisein von gut 20 Gästen (darunter einige Künstler) - kürzlich die kurzweilige Finissage der auch überregional positiv wahrgenommenen Ausstellung statt. Kuratorin Merchel dankte nicht nur den ausstellenden Künstlern für ihre Beiträge, sondern auch den Vereinsmitgliedern für deren selbstlose Hilfe beim Aufbau.

"Das Virus konnte uns nicht aus der Bahn werfen, denn alle haben ihr Bestes gegeben", sagte Merchel in ihrer kurzen Ansprache. Parallel zur Schau fanden vier Künstlergespräche und eine allgemeine Gesprächsrunde statt. Die dabei vermittelten Hintergrundinformationen haben, so Merchel, wesentlich zum Verständnis der einzelnen Werke und ihrer Wechselbeziehungen beigetragen.

Im Laufe der nächsten Wochen, so die Kuratorin weiter, werde ein Film über das Kunstereignis vorgestellt.

Ihre Ansprache endete mit einer persönlichen Reminiszenz: Während eines Aufenthalts in der Kerckhoff-Klinik habe sie Bad Nauheim kennen und schätzen gelernt und sei kurz entschlossen in die Kurstadt übersiedelt. "Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe es nicht bereut."

In angeregter Stimmung las Merchel anschließend zwei Erzählungen aus dem Buch "Wetterauer Geschichten" von Vereinsmitglied Susie Vrobel vor. Vor allem "Die drei Grazien" und "Die Muse der Kunst" stießen mit ihrem hintersinnigen Humor auf große Erheiterung.

Zum Ausklang stellten einige der anwesenden Künstler noch ein letztes mal ihre Werke vor und vermittelten Eindrücke von den Techniken, die den gezeigten Objekten ihren besonderen Reiz verleihen.

So berichtete Neu-Vereinsmitglied Karsten Klipp, Künstler und Galerist aus Pohlheim-Garbenteich, über den Entstehungsprozess seines eindrucksvollen Bildes "Badende", während Ingrid Jackwerth ihre faszinierenden Collagen "Waldsee" und "Spielplatz" aus mehr als 30 Streifen wertvoller Stoffe erläuterte. Auf das nächste Ausstellungsevent des Kunstvereins im Herbst/Winter darf man gespannt sein.

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