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Aktionstag: Bad Nauheimer Schulen auf der LGS

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Bad Nauheim (hau). »Frühling lässt sein blaues Band wieder wehen durch die Lüfte...«. Derart poetisch begrüßt wurden am Dienstagmorgen Besucher der Landesgartenschau. An vielen Orten im Goldsteinpark wurden sie empfangen von sprechenden Bäumen und blühenden Balladen, von zart tönenden Gefühlen und frohen Versen, von Rätseln, Geschichten und Gedichten.

Von langer Hand geplant war der erste in einer Reihe von Aktionstagen der Bad Nauheimer Schulen. Unter dem Motto »Der dichtende, sprechende Garten« hatten Lehrer und Schüler ihre Fantasie beflügelt, um Gartenschaubesucher auf die lyrische Seite der Natur zu begleiten. Vorbereitung und Kooperation mit der LGS seien gut gelaufen, hieß es von Lehrerseite um Organisator Reinhard Marquardt (Leiter Frauenwaldschule), die Schüler fanden die Open-Air-Aktion cool.

Angenehm überrascht waren Selina, Gözde und Desirée aus der 6 aR von der Stadtschule am Solgraben von der positiven Reaktion der Besucher auf ihre Gedichte. »Das Auswendiglernen hat sogar Spaß gemacht«, fanden sie. Ihr Platz gleich hinter dem Eingang war strategisch ebenso günstig gewählt wie der Marktplatz Wetterau, wo sich unter der Obhut der 2 c und 2 g der Stadtschule an der Wilhelmskirche die berühmte »Made« ein flottes Stelldichein mit dem »Kleinen grünen Kaktus« gab. Die 2 f hatte es sich an Lespulten am Waldrand mit »Krüss« und »Guggenmos« gemütlich gemacht, und die 7 b der Waldorfschule regte zwischen Wasser und Grün mit Hesse und Frühlingsrhythmen die Fantasie an.

Fast zu beschaulich ging es auf der großen Wiese in Richtung Hauptbühne zu. Am Vormittag waren hier Gäste noch derart Mangelware, dass die Schüler förmlich nach Besuchern suchten. Umso mehr Zuwendung der hier postierten Frauenwaldschule und St.-Lioba-Schule erfuhren vereinzelte Genießer. Wandernde Balladen, Jahres- und Monatsgedichte hatten die Klassen 5 und 6 aus dem Frauenwald vorbereitet, derweil die Liobaner aus der 10 d in kleinen Gruppen beim Seele-baumeln-lassen halfen.

Das kreative Schreiben im Deutschunterricht mündete in selbst erfundene Geschichten vom sprechenden Baum, pfiffige Naturrätsel und »gefühlsecht« gespielte Pantomime zu Flötenmusik. Und dann war da noch »Günther«, der Vogel. Seinen Reisebericht vom Flug über Bad Nauheim konnte man durch Klatschen an markanten Orten stoppen und erfuhr vom beschwingten Touristenführer Näheres zur Stadtgeschichte zwischen Johannisberg und Goldsteinpark.

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