Ausweich-Gerichtssaal entsteht

Gießen(dpa/pm). Das Landgericht Gießen kann bei großen Prozessen künftig auf eine Leichtbauhalle ausweichen. Der externe Gerichtssaal biete Raum, um auch bei mehreren Verfahrensbeteiligten die Corona-Abstandsregelungen umsetzen zu können, teilten das Regierungspräsidium und das Landgericht Gießen am Montag mit. Die Halle entsteht demnach auf einem Areal der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Rödgener Straße, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. Inhaftierte sollen über einen eigenen Eingang zur Verhandlung gebracht werden können.

Der Aufbau der Konstruktion soll zehn Tage dauern. Die erste Gerichtsverhandlung ist für den 4. September geplant.

Mit der Interimslösung könne auch vermieden werden, dass das Gericht beispielsweise die Kongresshalle anmieten muss, in der heute der Prozess gegen Betreiber des Drogen-Onlineshops "Chemical Revolution" mit vielen Beteiligten beginnen wird.

Das Landgericht Limburg nutzt bereits einen ähnlichen Ausweich-Gerichtssaal.

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