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Joe Bidens Schäferhund Major ist der erste Hund im Weißen Haus, der aus einem Tierheim kommt.

AT: Tiere wohnen im Weißen Haus

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Mit dem neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden sind auch wieder zwei Hunde in das Weiße Haus eingezogen....

Der Januar ist nicht nur der Monat nach dem Jahreswechsel, sondern dieses Jahr auch der Monat, in dem nach einer turbulenten Wahl die Bewohner im Weißen Haus in Washington gewechselt haben.

Die Präsidenten der USA werden häufig von Tieren begleitet. Schon mit George Washington zogen die ersten vierbeinigen und zweibeinigen Hausgenossen mit ein. Im Laufe vieler Jahre waren dies unter anderem nicht nur Hunde, Katzen, Esel, Pferde, Ziegen, Kühe, Schweine, Hamster, Kaninchen, Papageien und diverse andere Vögel - darunter auch zwei Adler -, sondern auch einige Wildtiere und Exoten wie Alligatoren, Bären- und Tigerbabys, Opossums bis hin zu einer Hyäne. Das Zwergflusspferd wurde dem »Smithsonian National Zoological Park« überlassen. Die Zeiten der nicht domestizierten Tiere im Weißen Haus sind längst Vergangenheit. Auch hier gibt es einen Wechsel in unserer Sicht der Haltung von Tieren, die heutzutage ja artgerecht sein soll und dies kann sogar der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika echten »Wildlingen« in seinem Amtssitz kaum bieten.

Jedenfalls residierten seit fast 230 Jahren immer Haustiere mit der Präsidentenfamilie - bis Donald Trump einzog. Der, wie in vielen anderen Punkten auch, andere Sitten einführte und als erster US-Präsident überhaupt keine Tiere in das Weiße Haus mitbrachte. Mit dem Wechsel zu Joe Biden sind auch wieder zwei »First Dogs« ins Weiße Haus eingezogen: die zwei Deutschen Schäferhunde Champ und Major Champ. der ältere der beiden, gehört schon seit 2008 zur Familie Biden. Seinen Namen soll er Bidens Großvater verdanken, er soll seinen Enkel mit dem Satz »Champ, wenn du geschlagen wirst, stehst du immer wieder auf« motiviert haben. Major wurde am Ostersonntag 2018 in die Familie Biden aufgenommen und ist der erste Hund, der aus einem Tierheim kommend ins Weiße Haus einzieht. Major machte kürzlich auch andere Schlagzeilen als sich Joe Biden beim Spielen mit ihm den Fuß brach.

Barack Obama versprach seinen Töchtern einen Hund, falls er die Präsidentenwahl 2008 gewinnen sollte. Senator Edward Kennedy schenkte der Familie dann den portugiesischen Wasserhund Bo. Malia Obama, die ältere Tochter, hat eine Hundehaarallergie, deshalb wurde ein Exemplar dieser seltenen, nicht haarenden Hunderasse gewählt, da sie als hypoallergen galten. Bisher konnte wissenschaftlich nicht bewiesen werden, dass es wirklich Hunderassen gibt, die keinerlei Allergien beim Menschen auslösen. Bo jedenfalls wurde nicht nur häufig fotografiert, er trat auch in mehreren Fernsehshows auf und wurde in Kinderbüchern verewigt. 2013 erhielt er mit der Anschaffung der Portugiesischen Wasserhündin Sunna zudem noch hündische Gesellschaft.

George W. Bush wurde von Springer Spaniel Spot begleitet, eine Tochter von Millie im Besitz seines Vaters und damit der erste Hund der »First Dog« in 2. Generation war, später stießen noch die Katze India und die beiden Scotch Terrier Barney und Miss Beazley zur Familie.

Mit der Familie Clinton zog 1993 der Kater Socks ein, der Name ergab sich weil der Vierbeiner weiße Pfoten zum ansonsten schwarzen Fell hatte. Die »First Cat« war ebenfalls sehr populär, eine Mode Designerin entwarf sogar eine Socks Abendhandtasche. In Amsterdam gab es ein Taschenmuseum, das »Tassenmuseum Hendrikje«, dort war eine Kopie dieser Tasche zu bewundern. Leider wurde dieses ungewöhnliche Museum infolge der Covid-19-Pandemie 2020 endgültig geschlossen.

Im Dezember 1997 wurde auch ein Labradorwelpe Familienmitglied der Clintons, Buddy benannt nach dem Großonkel Bill Clintons. Leider war Socks von seinem felligen Hausgenossen wenig begeistert und beide Tiere wurden im Weißen Haus in unterschiedlichen Räumen gehalten. Beim Auszug 2001 nach New York in ein kleineres Haus war dies nicht mehr möglich und so wurde Katze Socks in die Obhut von Bill Clintons Sekretärin gegeben. Unglücklicherweise wurde Buddy schon 2002 von einem Auto überfahren, während die Katze Socks fast 20 Jahre alt wurde.

Bei unseren deutschen Politikern ist über ihre Tierliebe meist nicht so viel bekannt, immerhin gibt es aber auf Fuerteventura ein Denkmal von Willy Brandt und seinem Hund Bastian.

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