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IMPULS

Ansteckende Freude

  • vonred Redaktion
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Advent hat viel mit Sehnsucht zu tun. Und in diesem Jahr kommen Sehnsüchte nach dem, was im vergangenen Jahr noch absolut selbstverständlich war, hinzu.

Ich erinnere mich gerne an einen Gottesdienst, an dem unsere Familie vor einigen Jahren am Heiligabend im Süden Tansanias, weit abseits einer Stadt, teilgenommen hat. Wir haben dort Freude pur erlebt. Der Gottesdienst war lange vorbei, da wurde immer noch in der Kirche getanzt und gesungen. Und obwohl uns zuvor erzählt wurde, dass Gottesdienste in Tansania sehr viel lebhafter sind als bei uns in Europa, haben wir das so nicht erwartet. Wir wurden von der Begeisterung mitgerissen.

Die Menschen in dieser Gegend leben in äußerst einfachen Verhältnissen und müssen sich das Nötigste zum Leben und eine Schulbildung für ihre Kinder Tag für Tag hart erarbeiten. Dennoch strahlen sie, getragen von einem starken Glauben, inneren Reichtum und Freude aus.

Noch heute spüre ich bei dem Gedanken an diesen Heiligabend, dass die Freude und Ausgelassenheit nach wie vor ihre ansteckende Wirkung auf mich entfaltet. Das empfinde ich als Geschenk.

Der Advent geht zu Ende. Und ich stelle fest, dass es trotz der Pandemie, die Unsicherheit, Ängste und Leid erzeugt, auch bei uns viele Menschen gibt, die Freude, Herzlichkeit und Zuversicht verbreiten. Und Weihnachten gibt uns allen Grund, zuversichtlich zu sein und andere mit Freude und Zuversicht anzustecken.

Andreas Wilmers

Pfarrgemeinderatsmitglied

der katholischen Pfarrei

Mariä Himmelfahrt, Friedberg

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