Wasser wie hier im unteren Kurpark spielt im Heilbad Bad Salzhausen mit seinen sechs Heilquellen eine wichtige Rolle. FOTOS: CF
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Wasser wie hier im unteren Kurpark spielt im Heilbad Bad Salzhausen mit seinen sechs Heilquellen eine wichtige Rolle. FOTOS: CF

Ankommen, durchatmen, loslassen

  • vonChristine Fauerbach
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Stress und Hektik lässt Karin Otto immer hinter sich, wenn sie im Kurpark von Bad Salzhausen ist. Hier kommt sie zur Ruhe, atmet durch, tankt neue Kräfte, genießt Natur und Kunst.

Im Sommer 2019 macht Karin Otto sonntags mit ihrer Mutter Hildegard einen Ausflug durch die Wetterau. Durch Zufall legten die beiden in Bad Salzhausen einen Stopp ein, um Kaffee und Kuchen zu genießen. "Danach sind wir spazieren gegangen und haben den wunderschönen Kurpark mit alten Bäumen, bunten Blumenrabatten, Teich, Wasserfontänen, Gradierwerk, Quellen, Salzwiesen, moderner Kunst und vielem mehr entdeckt. Es war Liebe auf den ersten Blick", erinnert sich die 61-Jährige.

Seither kommt sie immer wieder in Begleitung von Familie oder Freunden zurück. Sie hat bereits viele Winkel, des vor fast 200 Jahren angelegten, 52 Hektar großen Kurparks, entdeckt. Angelegt hat den oberen Kurpark zwei Jahre nach der Gründung des Heilbads im Jahr 1824, der bekannte Geometer und Landschaftsgärtner F. Bindernagel aus Friedberg.

Im Laufe der Jahre wurde der nach Vorbild eines englischen Landschaftsgartens angelegte Park, durch den unteren Kurpark erweitert. "Der weitläufige Kurpark von Bad Salzhausen ist mit seinen über 2000 Bäumen zu jeder Jahreszeit schön.

Durch seine Größe und die abwechslungsreiche Gestaltung ergeben sich stets neue Aus- und Einblicke. Oasen der Ruhe wechseln sich mit belebteren Plätzen ab. Dank der gut ausgebauten und beschilderten Kurparkwege kann auch meine 88-jährige, leicht gehbehinderte Mutter, hier sicher spazieren gehen und viel entdecken." Dem Zauber des idyllischen Kurparks, der zu den ältesten öffentlichen Parkanlagen Deutschlands gehört, kann und will sich die Besucherin aus Bad Vilbel nicht entziehen.

Begrüßt werden die Besucher des Heilbades vor der Kur- und Touristik-Info von Bella. Die mondäne Botschafterin des hessischen Heilbäderverbandes hat mit 1,80 Meter Gardemaß. Die farbenfroh lackierte Betonskulptur verströmt inmitten von Jeans- und Turnschuhträgern, den Chic weiblicher Kurgäste aus längst vergangenen Zeiten.

Der obere Kurpark von Bad Salzhausen ist nicht nur ein landschaftliches Kleinod mit botanischen Kostbarkeiten, sondern auch ein Skulpturenpark. Dank des Engagements der Mitglieder des 2006 gegründeten Niddaer Vereins Kunst:Projekt haben Besucher Gelegenheit Kunst im öffentlichen Raum zu sehen und zu studieren.

"Für Kunstinteressenten, die mehr über die Skulpturen und ihre Künstler erfahren wollen, bietet der Verein informative Führungen an. Dank der Hintergrundinformationen sieht man viele Arbeiten mit ganz anderen Augen", beschreibt Karin Otto.

Gefertigt sind, die sich harmonisch in die Parklandschaft einfügenden Objekte aus Stein, Holz und Metall. Bei mehreren Arbeiten wurde das massive Material durchbrochen. Dadurch gewähren die Plastiken den Spaziergängern unerwartete Durchblicke auf die Natur und andere Skulpturen.

Beim Schlendern über die Wiesen des Skulpturenparks entstehen so stets neue Blickachsen. Zugleich wird eine ungezwungene Auseinandersetzung mit moderner, bildender Kunst ermöglicht. "Für mich als Allergikerin gehört zu jedem Besuch ein längerer Aufenthalt im Gradierwerk dazu", betont die Erzieherin.

Für Abwechslung zwischen den Spaziergängen und Pausen sorgen die Open-Air-Kurkonzerte. Zum Entspannen gehört für die Besucherin an ihrem Lieblingsort oft auch ein Abstecher in das Solebewegungsbad, Sauna und Salzgrotte der Justus-von-Liebig-Therme. Weitere Pluspunkte sind neben Landschaft, Kunst und Erholung, Gastronomie und die kurze Entfernung zwischen Wohn- und Lieblingsort.

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