Pandemie macht erfinderisch: Die Absolventen der Limesschule bekommen ihre Zeugnisse nicht wie üblich in der Altenstadthalle, sondern auf dem Schulhof.	FOTO: PV
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Pandemie macht erfinderisch: Die Absolventen der Limesschule bekommen ihre Zeugnisse nicht wie üblich in der Altenstadthalle, sondern auf dem Schulhof. FOTO: PV

Zeugnisausgabe unter freiem Himmel

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Altenstadt (pm). Mit Gas gefüllte, silberne Luftballons bildeten über dem Eingang schwebend die Jahreszahl 2020, als die erfolgreichen Haupt- und Realschulabsolventen der Limesschule unter freiem Himmel ihre Entlassung feierten. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Feiern in Etappen statt. Zu diesem Anlass hatten sich die jungen Leute ordentlich herausgeputzt.

Der stellvertretende Schulleiter Rüdiger Hackenbroch brachte seine Glückwünsche zum bestandenen Schulabschluss in Versform zum Ausdruck. »Ihr wart sehr nette und sympathische Klassen, mit Qualifikationen tut ihr geradezu prassen«, wandte er sich an die Hauptpersonen, die Entlassschüler.

Die teilweise exzellenten Leistungen bezeichnete Hackenbroch als ein Resultat guter und harter Arbeit. Er dankte den Lehrern, die ihre Schützlinge »auch in stürmischen Zeiten« immer positiv begleitet und gefördert hätten. Einen Ratschlag gab er den Absolventen noch mit auf den Weg: »Habt Mut und blickt positiv in die Zukunft.« Auch Realschulzweigleiterin Christiane Petri nutzte den Festakt für einige persönliche Worte. »Werde, der du bist!« Diesen Satz aus den Oden des Griechen Pindar legte Petri den Entlassschülern ans Herz: »Jeder von euch verfügt über ein Potenzial an Talenten, die es für eine erfolgreiche Lebensgestaltung auszuschöpfen gilt.« Abschließend wünschte sie jedem Einzelnen »alles erdenklich Gute für die Zukunft, Glück und Erfolg.«

Die dritte Gratulation kam von Jörg Grieshaber, dem Elternbeiratsvorsitzenden. »Der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft ist gelegt«, zeigte sich Grieshaber überzeugt. Jetzt gelte es, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. In Anlehnung an einen Liedtext von Tim Bendzko ermutigte er die jungen Leute, »das nächste Level nicht erwarten« zu können und den Blick nach vorne zu richten. Er betonte, dass es im späteren Leben wichtig sei, gut mit Rückschlägen umgehen zu können: »Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg - es gehört dazu.«

Viel Beifall erhielt Stella Hacker, die im Namen ihrer Mitschüler sprach, für ihre kurze Ansprache. Sie reflektierte die gemeinsame Zeit, die alle zusammengeschweißt habe: »Aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen, aus Ich, Du, Ihr wurde ein Wir.«

Bevor schließlich die heiß ersehnten Abschlusszeugnisse ausgehändigt wurden, meldeten sich auch die Klassenlehrer Winfried Aubele, Hubertus Diehl-Chirollo, Eberhard Kaiser und Karin Kunze mit sehr persönlichen und offenen Reden zu Wort. »Ihr habt allen Grund stolz und glücklich zu sein«, sagte Aubele an die Schüler gewandt. Die Entlassfeier sei der Anfang vom Ende und doch wieder der Anfang, so der Pädagoge. »Ich bin froh darüber, dass ich euch begleiten durfte«, fasste Kunze, Klassenlehrerin der 10Ra, zusammen. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass alle die Zeit an der Limesschule in guter Erinnerung behalten.

Mit einer Akkordeonversion von »Time to say goodbye«, die Musiklehrer Eduard Rovner leidenschaftlich und gekonnt darbrachte, endete der ebenso feierliche wie unterhaltsame Festakt.

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