Abiturientin Enya Krämer kurz vor der Probenentnahme durch Ärztin Anke Nitzl.
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Abiturientin Enya Krämer kurz vor der Probenentnahme durch Ärztin Anke Nitzl.

Dank Förderverein

Vorm Schulstart: Corona-Schnelltests für 50 Schüler der Limesschule

  • vonInge Schneider
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Knapp 50 Schülerinnen und Schüler der Limesschule durchliefen am Wochenende ein freiwilliges Corona-Schnelltest-Verfahren, um auf den Schulbeginn am Montag besser vorbereitet zu sein.

Die Atmosphäre in der Altenstadthalle ist ruhig und freundlich. Jedes Kind und jeder Jugendlicher hat einen festen Termin, lässt sich von einem Schuleltern-Team registrieren und nach einer kurzen Aufklärung durch Allgemeinärztin Anke Nitzl das Teststäbchen in Mund und Nase einführen. "Es handelt sich fast ausschließlich um die Abschlussklassen von Haupt- und Realschule sowie unserer Abiturienten aus der Stufe Q 3", erläutert Schulleiterin Andrea Schubert.

Für diese ist ab heute, gemäß den Bestimmungen der Landesregierung und des Kultusministeriums, Präsenzunterricht mit Abstand möglich. "Konkret heißt dies, dass die Abschlussklassen halbiert beziehungsweise gedrittelt werden und in verschiedenen, nahe beieinanderliegenden Klassenräumen unterrichtet werden, in denen die Jugendlichen die vorgeschriebenen Abstände einhalten können", erklärt Schubert. "Die unterrichtende Lehrkraft wechselt von Raum zu Raum, erteilt Arbeitsaufträge und hilft bei deren Bewältigung. Der Schulalltag und der soziale Kontakt bleiben somit zumindest für unsere Abschlussklassen in dem Maß erhalten, wie dies zurzeit machbar ist."

Alle anderen Klassen der Limesschule gingen in den Distanzunterricht, für ca. 28 Kinder aus den 5. und 6. Klassen gebe es auf Antrag der Eltern einen Not-Präsenzunterricht, einige aus dieser Gruppe hätten sich auch fürs Ganztagsangebot angemeldet, bei anderen übernähmen die Eltern ab dem Nachmittag die Betreuung wieder selbst.

"Mit der Allgemeinärztin Anke Nitzl haben wir das Glück, eine Ärztin vor Ort zu haben, die zugleich stellvertretende Vorsitzende des Schulelternbeirats ist", sagt Schubert. Die Ärztin wiederum lobt die Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Förderverein, Schulleitung und Kollegium, mit der Stadt, die der Nutzung der Halle zugestimmt habe, und den Eltern, die sich nach einer Schulung und Einweisung bereiterklärt hätten, aktiv an der Testaktion mitzuwirken. Schutzmasken und Desinfektionsmittel wurden von der Altenstädter Römer-Apotheke gestiftet.

"Der hier verwendete Schnelltest funktioniert mithilfe eines kombinierten Rachen-Nasen-Abstrichs", verdeutlicht Nitzl. "Das gewonnene Material wird in eine Pufferlösung gegeben und dann tropfenweise in eine Testcassette eingebracht. Die Anzeige des Testergebnisses erfolgt, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest, nach 15 Minuten auf einer Skala, welche die Markierungen "C" für "clear" und somit "sauber" sowie "T" für die Notwendigkeit eines PCR-Zusatztests ausweist." "C" bedeute demnach, dass keine mit dieser Methode akut messbare Covid-19-Infektion vorliege, das Ergebnis "T" macht die Zuführung des Schülers zu einem ausführlicheren und laborgestützten PCR-Test notwendig.

Förderverein trägt Teil der Kosten

"Ein Test-Kit kostet normalerweise neun Euro, hiervon bezahlt jedes Kind fünf, die restlichen vier hat der Förderverein der Limesschule übernommen", erklärt die Ärztin. Sie führt die etwas unangenehme Testprozedur in Ruhe und viel freundlicher Zuwendung zu ihren jungen Probanden durch.

Nach dem Abstrich verbringen die Schüler die Viertelstunde bis zur Feststellung des Ergebnisses im großen Saal der Altenstadthalle, wo Distanz kein Problem ist. Das Ergebnis mit den dazugehörigen Erläuterungen erhalten die Jugendlichen aus der Hand der Schulleiterin. Der gesamte Ablauf ist in Form einer Einbahnstraße angelegt, sodass man einander nicht zu nahekommt.

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