An der Limesschule in Altenstadt erhalten die Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse - unter Abstandsregeln und Hygienevorschriften. FOTOS: PM
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An der Limesschule in Altenstadt erhalten die Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse - unter Abstandsregeln und Hygienevorschriften. FOTOS: PM

Trio schafft die Traumnote 1,0

  • vonred Redaktion
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Altenstadt(pm). 57 Abiturienten sind an der Limesschule in Altenstadt verabschiedet worden. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen fand die Feier kursweise in kleinem Rahmen und zu unterschiedlichen Zeiten ohne Eltern und Angehörige statt.

In seiner Festrede ging Vize-Schulleiter Rüdiger Hackenbroch auf den Begriff der "Ambiguität" ein und stellte ihn in einen größeren Zusammenhang. "Unsere Welt und das meiste, das in ihr geschieht, ist vielfältig, manchmal widersprüchlich", erklärte er in Richtung der jungen Frauen und Männer. Die ganze heutige Zeit sei geprägt von Pluralität und einer schillernden Debattenkultur voll widersprüchlicher Argumentationen. So lautete seine zentrale Botschaft an die Abiturienten: "Fallen Sie nicht darauf herein, allzu simple Gut-Böse-, Richtig-Falsch-, Freund-Feind-Denkweisen als ausreichend für die Erklärung unserer komplexen Welt anzusehen." Am Ende forderte er die scheidenden Schüler dazu auf, auch in dem Sinne mündig zu agieren, dass sie "Mehrdeutigkeiten aushalten und verschiedene Positionen akzeptieren können".

Im Anschluss beglückwünschte der Oberstufenleiter, Studiendirektor Christian Bauerdorf, die erfolgreichen Absolventen. Das Reifezeugnis abzulegen sei gerade in dieser schwierigen Zeit eine herausragende Leistung. "Coronabedingt mussten Sie sich nicht nur mit dem Stoff, sondern auch mit den Umständen auseinandersetzen", erklärte er. Durch seine Ansprache zog sich das Wort des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesus: "Erkenne dich selbst."

"Ihr habt jetzt einen wichtigen Lebensabschnitt, die Schulzeit, erfolgreich beendet", stellte Elternvertreter Jörg Grieshaber in seiner Rede fest. Nach seiner Gratulation richtete er den Blick in die Zukunft und appellierte in Namen der Elternschaft an die Abiturienten, auch die kommenden Herausforderungen zu suchen und an die eigenen Stärken zu glauben.

In einer Mischung aus Ernst und Augenzwinkern beschäftigte sich Elternvertreterin Anke Nitzl mit dem "Ernst" des Lebens. Darüber hinaus hoffte sie, dass sich die jungen Absolventen in Zukunft für den Fortbestand einer freien, demokratischen Gesellschaft einsetzen werden. Auch die Tutoren richteten persönliche Worte an ihre nun ehemaligen Schützlinge. "Hört auf euer eigenes Herz und euren eigenen Verstand", empfahl Katharina Schröder. Edgar Halama sprach seinen Schülern am Ende ein dickes Lob aus: "Sie haben alles gegeben und die zurückliegenden Wochen und Monate erfolgreich gemeistert."

"All unsere Träume können in Erfüllung gehen, wenn wir den Mut haben, sie zu verfolgen", mit diesem Zitat von Walt Disney wandte sich Anna Seßle-Mais an die Absolventen. Wie ein Disney-Held würden sie sich nun auf den Weg ins Unbekannte machen, erläuterte die Pädagogin und verwies augenzwinkernd auf die Worte Peter Pans: "Alles, was ihr braucht, ist Glaube, Vertrauen und ein bisschen Feenstaub."

Preise und Belobigungen

Abschließender Höhepunkt war die Ausgabe der Zeugnisse und die Verleihung zahlreicher Preise und Belobigungen. Gleich drei Abiturienten schafften die Traumnote von 1,0: Fynn Aurand, Maximilian Wagner und Helge Wagner. Zu den ebenfalls geehrten Jahrgangsbesten zählten überdies Arne Paul Kapell (1,4) und Chiara Credner (1,5).

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft stattete Jonas Margraf als Anerkennung für sehr gute Leistungen im Fach Physik mit einer einjährigen kostenlosen Mitgliedschaft und einem Buchpreis aus, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung überreichte den DMV-Abiturpreis an Helge Wagner. Über den Karl-von-Frisch-Abiturientenpreis in Biologie freuten sich Fynn Aurand und Maximilian Wagner.

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