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Ein seltener Gast in der Region: der Steinkauz.

Seltener Kauz und treuer Brüter

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Altenstadt (pm). Seit Bestehen des Naturschutzrings Waldsiedlung - 40 Jahre, ist der Steinkauz Brutvogel in den Streuobstwiesen »Im Kiesfeld« und wird seither auch immer wieder kartiert und an die Fachbehörden weitergeleitet, berichtet Ehrenvorsitzender Johann Wilhelm. Er ist immer wieder begeistert, diesen mitlerweile selten gewordenen Vogel zu entdecken und seine Brutzeit beobachten zu können.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Eulen ist der Steinkauz häufig auch am Tage zu beobachten. »Er sitzt gerne in der Sonne und jagt oft auch schon am Nachmittag. Hauptsächlich ist er jedoch von Sonnenuntergang bis Mitternacht und in den frühen Morgenstunden unterwegs«, erklärt Wilhelm.

Auffällig sei auch der niedrige, wellenförmige Flug, der dem des Spechtes ähnele. »Wird er argwöhnisch, knickst und verbeugt er sich in schneller Folge und gleicht einem kleinen Kobold, was ihm im Volksmund die Namen Quäkerle, Klawittchen und Wichtl eingebracht hat«, weiß Wilhelm. »Leider sind sein monotoner Reviergesang und miauender Lockruf nur noch selten zu hören.«

Der Steinkauz lebe häufig in Dauerehe und sei sehr brutplatztreu. Er brüte bevorzugt in natürlichen Höhlungen von Kopfweiden und alten Obstbäumen und ernähre sich vorwiegend von Feldmäusen. In Mitteleuropa ist der Steinkauzbestand rückläufig.

»Der Bestand des Steinkauzes ist durch Rodung alter Obstbäume und Kopfweiden sowie durch Flurbereinigung gefährdet. Durch den Verlust der Brutplätze und Tageseinstände und auch der Nahrungsgrundlage geht der Steinkauzbestand drastisch zurück«, so Wilhelm.

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