Renaturierung kommt voran

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Altenstadt(pm). Bei einem Ortstermin wurden kürzlich Gestaltungsgrundsätze und Maßnahmen zum angeordneten Flurbereinigungsverfahren in Altenstadt-Mühlweide vorgestellt. Bereits im Oktober 2018 wurde vom Amt für Bodenmanagement Büdingen als zuständige Behörde in Teilen der Gemarkung Altenstadt, Oberau und Lindheim ein Flurbereinigungsverfahren eingeleitet. Ziel des Verfahrens ist unter anderem Flächen für die von der Gemeinde geplante Renaturierung der Nidder bereitzustellen.

Im Zuge des Verfahrens wird auch ein Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan erstellt. Dieser regelt alle öffentlichen Belange, wie zum Beispiel das Wegenetz und zeigt, wie das Gebiet nach der Flurbereinigung aussehen wird. Vor Genehmigung und Umsetzung des Plans wird die sogenannte Neugestaltungskonzeption erstellt. In ihr werden die Gestaltungsgrundsätze und Maßnahmen erarbeitet. Vor der Begehung des Verfahrensgebiets mit Vertretern der oberen Flurbereinigungsbehörde erläuterte Verfahrensleiter Matthias Höhn den Handlungsbedarf: Neben der Flächenbereitstellung für die Gewässerentwicklung soll das landwirtschaftliche Wegenetz verbessert werden, unter anderem die Wegeanbindung an die Biogasanlage, erklärte Höhn.

Nutzungskonflikte werden entschärft

Mit diesem Schritt würden bestehende Nutzungskonflikte entschärft, da der landwirtschaftliche Verkehr von der Bundesstraße B 521 auf die bestehenden Wirtschaftswege verlagert werde. "Gerade in Zeiten der Ernte besteht in diesem Bereich eine erhöhte Unfallgefahr durch die großen und langsam fahrenden Gespanne", resümierte Höhn. Die Planungen wurden im Vorfeld mit der Gemeinde, Vertreterinnen und Vertretern der Landwirte und lokalen Akteuren wie Naturschutzverbänden abgestimmt. Beim Ortstermin wurden auch die geplanten Maßnahmen vor Ort aufgezeigt, diskutiert und verschiedene Ausbauvarianten abgewogen. Nach diesem Austausch wird die Neukonzeption nun in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den örtlichen Fachbehörden zum Wege- und Gewässerplan weiterentwickelt. Dieser wird dann nach erneuter fachlicher Prüfung der oberen Flurbereinigungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt.

Das Verfahrensgebiet umfasst etwa 92 Hektar mit rund 150 Flurstücken, die knapp 40 Beteiligten zugeordnet sind. Die Ansprechpartner für das Verfahren, Matthias Höhn und Mirko Brandner, sind beim Amt für Bodenmanagement in Büdingen unter 0 60 42/96 12-73 03 oder -72 44 erreichbar. Im Internet können unter hvbg.hessen.de/VF2532 weitere Informationen zu dem Verfahren abgerufen werden.

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