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Mit 1,3 Promille im Blut wird geradeaus laufen zum Problem

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Altenstadt (pm). Kein Unterricht im Klassenverband, dafür selbst bestimmtes Lernen und Erfahren - die 1260 Schüler der Limesschule konnten einen Tag lang aus einem vielfältigen Angebot von nahezu 50 Stationen zum Thema »Umwelt und Gesundheit« auswählen.

Altenstadt (pm). Kein Unterricht im Klassenverband, dafür selbst bestimmtes Lernen und Erfahren - die 1260 Schüler der Limesschule konnten einen Tag lang aus einem vielfältigen Angebot von nahezu 50 Stationen zum Thema »Umwelt und Gesundheit« auswählen.

Unterstützt wurde die Schule bei ihrem Vorhaben, Schüler für die eigene Gesundheit zu sensibilisieren, unter anderem auch von einer Krankenkasse, an deren Stationen die Schüler eine Alkoholbrille aufsetzen durften, die das Sehvermögen mit 1,3 Promille im Blut simuliert. Viele konnten damit weder auf einer geraden Linie laufen noch einen Ball fangen, und das war auch der Sinn der Übung: »Die Schüler sollen erfahren, wie sich selbst bei geringem Alkoholgenuss Sehverhalten, Motorik und Koordination verändern«, erklärte Ralph Lemmermeyer, der Vertreter der Krankenkasse.

An einer weiteren Station konnten die Schüler mit dem »Slackline« eine neue Trendsportart kennen lernen. Sport-Fachleiter Hubertus Diehl-Chirollo und seine Kollegin Corinna Grün ließen die Schüler auf einem gespannten Gurtband Balance und Koordination testen und entwickeln. Sportlich ging es auch beim Lauftreff zu, während an anderem Ort der Triathlet Manuel Karrasch eine interessierte und staunende Zuhörerschaft über Ausdauertraining und Leistungsentwicklung informierte. Doch auch das von einer weiteren Krankenkasse angebotene Seminar »Stressbewältigung«, das Yoga-Angebot von Ute Mahler, oder die Station »Orientalischer Tanz« von Sevil Demirsan waren neben vielen anderen Orten Anziehungspunkte für die Schüler. Kathrin Heß und Sarah Schilling von den Maltesern stellten Sofortmaßnahmen am Unfallort vor und übten den Rautek-Rettungsgriff ein.

Über die regionale Situation der Natur konnte man sich in der von Altenstädter Umweltgruppen gestalteten Umweltstraße informieren, und der Naturschutz-Fragebogen motivierte viele Schüler zum genaueren Hinsehen. 48 Schüler der Förderstufe waren der Natur auf der Spur: Sie unternahmen eine naturkundliche Wanderung in und um Altenstadt, unter Leitung von Tanja Bethke von der Natur- und Vogelschutzgruppe.

An der Station von Birgül Sancak, Niklas Ostwald und Hendrik Bernhardt (Oberstufe, E 2) wurden die Besucher auf ihren »ökologischen Fußabdruck« aufmerksam gemacht: »Die Jugendlichen erfahren, was sie mit ihrem jetzigen Lebensstil an Ressourcen und Energie verbrauchen und wie viele Welten man bräuchte, wenn alle Menschen ihren Lebensstil hätten«, erklärte Hendrik Bernhardt. Bei Dr. Sandra Völker, Physik- und Chemielehrerin, konnten die Schüler mithilfe von selbst gebauten Sonnenkollektoren lernen, wie man Energie einsparen kann.

Stärken konnten sich die Schüler an der Müslistation von Rita Schierhorn und Esther Peschke sowie an der Salatbar in der Cafeteria. Hier hatten die Lehrkräfte Ute Stoll, Susanne Winz, Claudia Appel und Angelika Antusch zusammen mit vielen Schülern ein breites Angebot an Fruchtsäften, Salaten und belegten Brötchen erstellt. »Nach einer Stunde hatten wir schon 200 Brötchen verkauft«, berichtete Claudia Appel. Gabriele Peters, Mitglied der Planungsgruppe des Aktionstages, freute sich darüber, dass der Aktionstag viel Unterstützung vonseiten der Eltern, aber auch von schulfremden Privatleuten und Betrieben der Umgebung bekommen habe.

Die Schüler wussten diesen lehr- und erfahrungsreichen Aktionstag auf ihre Weise zu schätzen: Der Besuch der einzelnen Stationen und die Arbeit vor Ort wurden auf einem Laufzettel dokumentiert, den jeder Schüler vorab erhalten hatte - wie gut ihnen dieser Tag gefallen hatte, konnte man an den vielen randvoll beschriebenen Laufzetteln sehen, die die Schüler stolz ihren Lehrern präsentierten. (Foto: pv)

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