Naturschützer wandern

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Altenstadt(pm). Knapp 20 Mitglieder des Naturschutzrings Waldsiedlung haben sich vor einigen Tagen zu einer Wanderung um den Ortsteil getroffen. Dabei wollten sie den Zustand der vom Verein betreuten Flächen begutachten.

Der Vorsitzende Dr. Hans-Jörg Wilhelm begrüßte die Teilnehmer. Zuerst ging es in den Wald, wo die beiden Nistkastenreviere besprochen wurden. Die meisten Nisthilfen waren belegt - zumeist mit Blau- und Kohlmeisen, aber auch Kleiber und Trauerschnäpper haben erfolgreich gebrütet. Der Wald ist ein wichtiges Erholungsgebiet für die Waldsiedler, aber auch ein sehr guter Lebensraum für den Hirschkäfer und andere Holzbewohner. Es sei wichtig, dass möglichst viele der alten Eichen und Buchen erhalten bleiben und nicht gefällt werden, war man sich einig.

Der nächste Stopp war am Auslass des Regenwasserüberlaufbauwerks. Ehrenvorsitzender Johann Wilhelm erklärte die Funktion des Bauwerks. Immer wieder gebe es Probleme, weil mit Hochwasserspitzen große Mengen an Hygieneartikeln und Fäkalien durch den Graben bis in die Schutzgebiete in der Nidderaue gespült würden. Leider werde zu wenig unternommen, um die Situation zu verbessern.

Weiter ging die Wanderung durch den "Lichter Platz und Heegkopf", das älteste vom Verein betreute Schutzgebiet, das sich durch eine hohe Biodiversität auszeichnet. Ein Erfolgsprojekt ist auch die Feldholzinsel an den Tennisplätzen. Hier hat der Verein schon vor Jahren eine Blumenwiesenmischung eingesät, ein Wildbienenhotel aufgebaut und seltene blühende Laubgehölze angepflanzt.

An der nahe gelegen Streuobstwiese des Vereins zeigte sich, dass es aber auch noch einiges zu tun gibt. So soll die Streuobstwiesenpflege nun mehr in den Blick genommen werden. Der letzte Stopp war an der Nidder. Dr. Wilhelm erklärte den Lebensraum des Bienenfressers, den Johann Wilhelm im Sommer erstmals erfolgreich beim Brutgeschäft beobachten konnte.

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