Pater Thaddäus Vos
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Pater Thaddäus Vos

"Morgens grüßt Jesus aus dem Kirchenfenster"

  • vonred Redaktion
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Altenstadt(pm). Die katholische Pfarrgemeinde St. Andreas hat einen neuen Pfarrer: Der Benediktinermönch Pater Thaddäus Vos hat diese Aufgabe von Pfarrer Dr. Ludger Müller übernommen, der in den Ruhestand getreten ist.

Der 52-jährige Pater gehört seit gut 30 Jahren der westfälischen Benediktinerabtei Gerleve bei Billerbeck an und war dort von 2005 bis 2019 als Ökonom des Klosters tätig. "Nach dieser langen Zeit spürte ich, dass ich für einige Zeit eine Luftveränderung brauche", berichtet er. So war er im Frühjahr für drei Monate Gast der Benediktinerinnen im Kloster Engelthal und übernahm danach übergangsweise die Leitung der Pfarrgruppe Laubach-Grünberg im Kreis Gießen. "In meinem Gespräch mit dem Personaldezernenten in Mainz hatte ich den Wunsch geäußert, in der Nähe von Engelthal eingesetzt zu werden, weil mir der Kontakt zu den dortigen Mitschwestern viel bedeutet. Aber dass es dann gleich die Pfarrei würde, zu der das Kloster gehört, hat mich ganz besonders gefreut", erzählt der neue Pfarrer.

Selber kochen ist angesagt

Diese Freude hat sich schnell auch auf die Aufgabe selbst übertragen - und nicht zuletzt auf den Wohnort: "Wenn ich morgens auf die Terrasse des Pfarrhauses trete, grüßt mich als Erstes der auferstandene Jesus aus dem Kirchenfenster", sagt der 52-Jährige schmunzelnd. Und wenn er danach den Menschen der Gemeinde begegne, erfahre er sehr viel Freundlichkeit und konstruktives Miteinander. Vom "Mini-Club" bis zu den Senioren und von der Bücherei bis zu den Pfadfindern - Pater Thaddäus staunt über die Fülle von Initiativen und Gruppen, die er in Altenstadt vorgefunden hat. Ein "Ermöglicher" möchte er werden und freut sich darüber, dass die im Frühjahr ausgefallene Erstkommunion nachgeholt werden konnte, ebenso die Firmung.

Vieles ist neu für den Mönch und Seelsorger, der es gewohnt war, in einer großen Gemeinschaft zu leben, und nun zum Selbstversorger geworden ist. "Die Organisation der Tagesstruktur will genauso bewältigt werden wie Einkäufe und das Kochen - also die ganz normalen Dinge des Alltags, die mir aber bisher immer abgenommen wurden." Spaziergänge in der Umgebung sind ihm wichtig, am liebsten frühmorgens - wenn es die Termine zulassen: Der Kalender ist gut gefüllt, die Aufgaben sind vielfältig. "Viel zu tun hatte ich früher auch, aber nun sind es ganz andere und neue Dinge, die viel mehr mit Menschen zu tun haben und mir gerade deswegen viel Freude bereiten." FOTO: PM

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