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Künstler Fabian Stenzel alias Creis gibt Schülern der Limesschule eine Einführung in das Gestalten von Graffiti.

Kein planloses Sprühen

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Altenstadt (pm). Was ein »Fill-in« und eine »Outline« sind, ist für die achten Klassen der Limesschule jetzt sonnenklar: Einen ganzen Schulvormittag hat sich Profi-Sprayer Fabian Stenzel, der unter dem Namen Creis in der Szene bekannt ist, Zeit genommen, um den Jugendlichen einen Einblick in die Graffitiwelt zu gewähren.

Positiver Image-Wandel

Gesprayt hat »Creis«, der in Offenbach wohnt, schon als Jugendlicher gern. »Auch dort, wo es nicht erlaubt war«, gestand er augenzwinkernd. Diese Phase seines Lebens hat der 29-Jährige längst hinter sich gelassen. Mittlerweile bestreitet er mit der Graffitikunst seinen Lebensunterhalt und ist selbstständig. Neben Workshops an Schulen übernimmt er Auftragsarbeiten für Firmen, öffentliche Einrichtungen und Privatleute, die sich ihre Wände verschönern lassen. »Graffiti ist eben viel mehr als nur Geschmiere von Halbstarken«, sagte Stenzel.

Das Image der Kunstform habe sich zum Positiven gewandelt. »Graffiti sieht man ja überall. Fast jeder Jugendliche kommt irgendwann mit dieser Kunstform in Kontakt«, sagten die Lehrerinnen Annabel Kardetzky und Lara Pulst, die »Creis« in die Schule eingeladen hatten. Sie wollten vermitteln, dass Graffiti nicht »planloses, oft illegales Besprühen von Wänden« bedeutet, sondern dass es eine anspruchsvolle Kunstform ist, die man sich, wie jede andere künstlerische Ausdrucksform, mit viel Übung erarbeiten muss.

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