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Kardinal Lehmann läutet die Adventszeit ein

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Altenstadt (geo). Seit 50 Jahren besteht die Pfarrkirche Sankt Andreas. »Von diesen 50 Jahren bin ich 19 Jahre Pfarrer in der Gemeinde«, sagte Rupert Rützel. Zum Festgottesdienst mit Karl Kardinal Lehmann in der Kirche, mit dem das Jubiläumsjahr endete, konnte Rützel viele Gäste begrüßen.

Auffallend war die Bürgermeisterriege mit Norbert Syguda (Altenstadt) an der Spitze. Denn auch seine Amtskollegen Adolf Ludwig (Limeshain), Michael Göllner (Hammersbach), Erich Spamer (Büdingen) und Carsten Krätschmer (Glauburg) waren der Einladung gefolgt. Präsenz zeigten Vertreter politischer Gremien, ehemalige Mitarbeiter aus der Pfarrei, Äbtissin Elisabeth Kralemann und Schwester Ruth aus der Benediktinerinnenabtei Kloster Engelthal sowie Vertreter evangelischer Gemeinden, von Caritas und Malteser.

»Wir sollen den Herrn bei uns hereinlassen, dass er bei uns Wohnung nimmt«, sagte Karl Kardinal Lehmann, während er die erste Kerze am Adventskranz entzündete. Unterstützt wurde er von Rützel und Priester Helmut Thomas. Der zweistündige Festgottesdienst war sehr lebhaft gestaltet. Kyrie-Rufe, Lesungen, Gesänge, das Glaubensbekenntnis und die Kommunion bildeten das inhaltliche Gerüst für ein gelungenes Programm. Der Kirchenchor und die Musikkids wurden durch die Jugendgruppe »StAnd-up« verstärkt.

Den Höhepunkt bildete die Predigt von Lehmann. Er berichtete, dass die Gemeinde Sankt Andreas in die lange Geschichte der Abtei Kloster Engelthal hinein gehöre. Dabei erinnerte der Kardinal an die Vertriebenen, die immer auch danach gestrebt hätten, am neuen Ort eine Beheimatung im Glauben zu finden. Immer wieder hätten Menschen Angst vor der Zukunft, seien die staubige Straße der Geschichte mit Tränen, Leid und Tod gegangen. Die Menschen sähen nicht immer, was auf sie zukomme. Doch solle sich niemand von der öffentlichen Meinung mitreißen lassen, sondern selbstständig in seiner Meinung bleiben. »Wir müssen Wächter bleiben, wir brauchen diese Wachsamkeit«, betonte Lehmann. Dabei sollten die Menschen immer auf Gott achten und aufmerksam bleiben.

Ein besonderes Lob erteilte der Kardinal Pfarrer Rützel. Dieser sei ein hervorragender Dekan gewesen. Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Andreas Wennekes, bedankte sich bei Lehmann mit Jubiläumswein. Eingestimmt auf die festliche Zeit, besuchten viele Gäste im Anschluss an den Festgottesdienst den Andreasmarkt in der Begegnungsstätte. Eine Einladung erfolgte auch für das kostenlose Gemeindeessen. Eine Bilderausstellung zeigte »Sankt Andreas damals und heute«. Orgel- und Kirchenführungen wurden angeboten und zur Vesper eingeladen.

Der musikalische Abschluss des Jubiläumsjahrs erfolgt am zweiten Advent, 5. Dezember ab 17 Uhr. Der Kirchenchor, Gesangssolisten und ein Orchester werden dann Werke von Mendelssohn-Bartholdy aufführen. (Foto: geo)

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