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Kanadagänse bauen ihre Nester meistens in Sumpfvegetationen an Seen und Teichen. FOTO: JOHANN WILHELM

80 Kanadagänse in den Nachtweiden

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Altenstadt(pm). Im Landschaftsschutzgebiet Nachtweide in der Waldsiedlung leben zahlreiche Kanadagänse. Das berichtet Johann Wilhelm, der Vorsitzende des Naturschutzrings Waldsiedlung, in einer Pressemitteilung. Bei seinen Kartierungen in den Schutzgebieten fielen ihm unter den zahlreichen Grau- und Nilgänsen die rund 80 Kanadagänse auf.

Am liebsten in Gewässernähe

Die vorwiegend tagaktive Kanadagans ist ein Neubürger im kontinentalen Europa und hat ihr Ursprungsgebiet in Nordamerika. Die deutschen Brutbestände gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit rein auf gezielte Ansiedlungen oder Gehege- und Zooflüchtlinge zurück, berichtet Wilhelm. In Deutschland nutzt die Kanadagans als Brutbiotop überwiegend parkähnliche Landschaften mit Klein- und Kleinstgewässern in Siedlungsnähe sowie kleinere Gewässer in der offenen Kulturlandschaft. Dort grast sie Klee, junge Saat und Gras oder gründelt nach Wasserpflanzen. Die Kanadagans bevorzugt ähnlich wie die Graugans Süßgewässer als ihren Lebensraum und unterscheidet sich damit von den küstenbewohnenden Gänsearten wie Ringel- und Weißwangengans.

Kanadagänse leben monogam mit einem Partner und brüten nur einmal jährlich. Sie bauen ihre Nester oft in Sumpfvegetationen an Seen und Teichen.

Das Fortschreiten des exponentiellen Anstiegs der Populationen ist derzeit nicht gesichert abzuschätzen, aber eine weitere Ausbreitung ist zu erwarten, sagt Wilhelm.

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