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Interessante Informationen an der Ausgrabungsstätte: (von links) Andrea Rahn-Farr, Daniel Wartha, Jörg Lindenthal, Jörg-Uwe Hahn und Claus Pfeffer.

Funde fördern auch Tourismus

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Altenstadt (pm). Im Rahmen seiner Sommertour hat der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn zusammen mit der FDP-Bundestagskandidatin Andrea Rahn-Farr und den Altenstädter Liberalen um Gemeindevertreter Claus Pfeffer und dem Mitglied im Gemeindevorstand Daniel Wartha die archäologische Ausgrabungsstätte unweit der B 521 in Altenstadt besucht, um sich beim Kreisarchäologen Dr.

Jörg Lindenthal über die spektakulären Arbeiten zu informieren.

Am Ortsrand von Altenstadt führt ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Archäologen derzeit in Zusammenarbeit mit hessenARCHÄOLGIE und der Goethe-Universität Frankfurt Grabungen durch.

»Bereits seit 1886 und Anfang des 20. Jahrhunderts fanden in Altenstadt archäologische Grabungen statt. In größerem Umfange konnten sie durch das Saalburgmuseum in den 1950er fortgesetzt werden. Dabei konnten neben interessanten Funden aus der Zeit der Römer zahlreiche Strukturen des Kastells Altenstadt, das an der Wetteraulinie des Obergermanisch-Rätischen Limes lag, erfasst werden«, berichtete Lindenthal. Die aktuellen Grabungsflächen liegen im Randbereich der römischen Zivilsiedlung, die sich direkt an das Kastell anschloss. Außer römischen Strukturen habe das Grabungsteam auch Funde und Gruben einer keltischen Siedlung entdeckt.

Gut erhaltene Lederschuhe

»In den Brunnen fanden wir rund zweitausend Jahre altes Eichenholz. Zudem konnten wir Krüge, Münzen, Tierknochen und diverse Scherben ausgraben. Als besondere Fundstücke sind zwei gut erhaltene Lederschuhe aus der Verfüllung des Brunnens herauszuheben«, erklärte der Kreisarchäologe. Das Brunnenholz und auch die Lederschuhe seien dank der guten Feuchterhaltung, bedingt durch das hohe Grundwasser, ausgezeichnet erhalten geblieben. Das teilweise unter die heutige B 521 reichende Steingebäude verdeutliche auf anschauliche Weise, »dass wir uns in unserem täglichen Leben über den Spuren der Vergangenheit bewegen«. In diesem Jahr sollten die Arbeiten an der Ausgrabungsstelle beendet werden, sodass danach das Neubaugebiet bebaut werden kann.

»In unserer schönen Wetterau konnten in den letzten Jahrzehnten viele spektakuläre archäologische Funde erzielt werden. Wir haben dadurch viel über die Vergangenheit unserer Wetterau gelernt, und auch der Tourismus wurde durch die Funde nachhaltig beeinflusst, nicht nur durch die Errichtung der Keltenwelt auf dem Glauberg«, konstatierte Rahn-Farr.

»Die Kreisarchäologie in der Wetterau genießt hessenweit einen guten Ruf, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit archäologischen Fachfirmen, ehrenamtlichen Helfern und besonders den hauptamtlichen Mitarbeitern. Diese erfolgreiche Arbeit kann als Vorbild für andere Kreise gelten«, meinte Hahn.

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