»France-Mobil« besucht die Limesschule

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Altenstadt (pm): »Bonjour. Je m’appelle Jennifer (Guten Tag, Ich heiße Jennifer)« - mit diesen Worten begrüßte Jennifer Gava die Schüler der Limesschule, die sich für Französisch als zweite Fremdsprache entschieden haben. Der auf dem Schulhof geparkte weiße Renault Kangoo mit dem Aufdruck »France-Mobil« hatte bereits verraten, was die Schüler heute erwartete. Die 30-Jährige, die von der französisch-polynesischen Insel Tahiti stammt, tourt seit September vergangenen Jahres mit dem »französischen Kulturinstitut auf Rädern« durch hessische Städte, um deutsche Schüler jeden Alters für ihr Heimatland und dessen Kultur zu begeistern und ihnen die Angst vor der Sprache zu nehmen.

Der Limesschule stand Gava für vier Schulstunden zur Verfügung. Engagiert motivierte sie die Kinder, an diversen Aktivitäten teilzunehmen und sich in der Fremdsprache zu äußern. Die junge Französin erklärte in leicht verständlichem Französisch zunächst kleine Spielformen, bei denen es zum Beispiel darum ging, sich in einfachen Sätzen vorzustellen.

Spaß an der Sprache

»Die Kinder sollen Spaß haben«, sagte sie. »Dann verstehen sie auch viel.« Nach der Vorstellungsrunde galt es unter anderem, in Gruppen ein Quiz über Frankreich zu lösen oder bestimmte Wörter aus verschiedenen französischen Liedern herauszuhören. Laut Französischlehrerin und Organisatorin Diana Franz »wurden die den Schülern zum Teil noch unbekannten Begriffe in atemberaubender Geschwindigkeit erkannt«. Gewonnen hatten aber alle bei dieser interaktiven Unterrichtsstunde.

Für die besuchten Klassen ging die etwas andere Französischstunde viel zu schnell vorbei. »Total cool, so sollte der Unterricht öfter sein« resümierte Ramin Pasha, Achtklässlerin an der Altenstädter Limesschule, die vergangenen 45 Minuten. Auch ihrer Mitschülerin Helen Saliba gefiel das Angebot gut.

»Das war wirklich muttersprachlicher Unterricht«, sagte Diana Franz. Für viele sei es auch ein Erfolgserlebnis, eine Muttersprachlerin zu verstehen: »Vielleicht gibt es dem einen oder anderen ja einen Motivationsschub für das kommende Schuljahr.«

Seit das Projekt 2002 durch die Französische Botschaft in Berlin und die Robert-Bosch-Stiftung gestartet wurde, wurden über 15 000 Schulen besucht.

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