Erst kürzlich hat der Verein Hand-in-Hand für schwerst- und krebskranke Kinder es möglich gemacht, dass Jennifer Wunderlich und ihre Familie ein Auto bekommen, in das auch der Rollstuhl der 17-Jährigen hineinpasst.
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Erst kürzlich hat der Verein Hand-in-Hand für schwerst- und krebskranke Kinder es möglich gemacht, dass Jennifer Wunderlich und ihre Familie ein Auto bekommen, in das auch der Rollstuhl der 17-Jährigen hineinpasst.

Hilferuf

Corona: Einnahmen brechen weg - Verein für schwerst- und krebskranke Kinder bittet um Hilfe

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Der Altenstädter Verein Hand-in-Hand setzt sich für schwerst- und krebskranke Kinder ein. Doch wegen der aktuellen Situation brechen die Einnahmen weg.

Ein Auto, in das ein Rollstuhl passt, einmal in einem Segelflieger über die Wetterau fliegen - Wünsche wie diese von schwerst- und krebskranken Kindern macht der Verein Hand-in-Hand aus Altenstadt möglich. Finanziert werden die Projekte zum größten Teil durch Einnahmen aus ehrenamtlicher Arbeit - einem Secondhand-Laden, einem Flohmarkt oder Veranstaltungen. Doch wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fallen diese Einnahmen nun weg.

Es ist noch nicht so lange her, da sind einige Mitglieder des Vereins nach Franken gefahren. Ein Termin stand dort an - einer mit vielen Luftballons, Wunderkerzen und vielen Menschen. Und mittendrin: Jennifer Wunderlich - eine 17-jährige Teenagerin. Ihre Augen leuchten, sie strahlt: Alles dreht sich um sie. Aber endlich mal, weil etwas Schönes ansteht, und nicht der nächste Krankenhausaufenthalt, die nächste Operation oder sonst etwas, das Jennifer, seit sie auf der Welt ist, ständig über sich ergehen lassen muss. Jennifer Wunderlich aus Alzenau ist mehrfach schwerstbehindert: Sie ist an einer kaum therapierbaren Epilepsie erkrankt, die sich durch starke Krampfanfälle äußert, die schon zu schweren Stürzen und sogar Hirnblutungen geführt haben.

Corona: Besonderes Auto für Jennifer angeschafft

Dass die Mitglieder des Altenstädter Vereins sich auf den Weg zu der 17-Jährigen nach Alzenau gemacht haben, liegt daran, dass es eine Überraschung gab, die der Verein möglich gemacht hatte: Für Jennifer und ihre Familie hat der Verein ein besonderes Auto angeschafft, in das auch der Rollstuhl hineinpasst.

Aktionen wie diese sind die Hauptaufgabe des Altenstädter Vereins. Die Mitglieder setzen sich für schwerst- und krebskranke Kinder ein. Sei es ein Auto, das den Alltag für Familien erleichtert, oder sei es der Rundflug für die 13-Jährige, die an Krebs erkrankt ist und einmal in ihrem Leben fliegen möchte.

Um die Wünsche von kranken Kindern zu erfüllen, braucht der Verein Geld. Deswegen initiiert der Verein zahlreiche Aktionen, etwa einen Flohmarkt oder Benefiz-Veranstaltungen in der Altenstadt-Halle. Zudem betreiben die Mitglieder einen Second-hand-Laden für Kindersachen in Altenstadt.

Doch mit der aktuellen Situation fallen all diese Einnahmequellen weg. Andrea Weber, die für die Pressearbeit im Verein zuständig ist, sagt: »Wegen der Corona-Krise müssen wir schweren Herzens all unsere geplanten Veranstaltungen absagen« - etwa den Hallen-Flohmarkt in der Waldsiedlung am kommenden Sonntag, »oder unsere Teilnahme beim Andampfen des DBC Oberursel und auch die an der Gesundheitsmesse in Hanau Ende April. Außerdem ist unser Büro für Besucher, und unser beliebter Secondhand-Shop für Kindersachen in der Stammheimer Straße bis auf Weiteres geschlossen.« Weber sagt: »Das ist alles insgesamt sehr schade und vor allem desaströs für die Einnahmen unseres Vereines, die damit komplett wegbrechen, wenn die Veranstaltungen nicht stattfinden und wir keine Waren im Shop verkaufen können.«

Corona: Fixkosten müssen gezahlt werden

Und: »Ohne die Einnahmen sei es nicht möglich, den kranken Kindern Wünsche zu erfüllen.« Darüber hinaus müsse der Verein Kosten begleichen: »alle Fixkosten, zum Beispiel die Miete des Büros oder Fahrzeugkosten.« Hilu Knies, die 1. Vorsitzende des Vereins, sagt: »Das Wichtige in dieser schweren Zeit ist: positiv denken und andere Wege finden, einander zu helfen - um den direkten Kontakt zu vermeiden und damit das Ansteckungsrisiko des Coronavirus zu minimieren.« Die Vereinsmitglieder appellieren deswegen an alle Bürger, an Vereine und an Firmen: »Bitte spenden Sie für die kranken Kinder und deren Familien. Damit wir weiterhin Hand-in-Hand arbeiten können - eben in diesen Zeiten virtuell und nicht reell. Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit wir weiterhin die unterstützen können, die unserer Hilfe bedürfen.«

Wer für den Verein Hand-in-Hand spenden möchte, kann das Geld auf folgendes Spendenkonto überweisen: »Hand-in-Hand«, Verein für schwerst- und krebskranke Kinder e.V.: VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, IBAN: DE20 5066 1639 0001 6936 20

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