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Wasserpegel stabilisiert sich

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Der Bohrturm der Firma Pettenpohl ist abgebaut und steht neben der Brunnenbohrung, aus der mit einer Pumpe permanent Wasser aus der Tiefe gefördert wird. Und das kostbare Nass für die Bewohner der Kernstadt Ulrichstein fließt und fließt in einen nahe gelegenen Graben. Allerdings reicht die Menge noch nicht aus, wie Bürgermeister Edwin Schneider in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses erläuterte. Zur Zeit werden zwei Liter Wasser pro Sekunde aus dem Schacht gefördert.

"Wir warten ab, bis die Beharrung eintritt", sagte Schneider. Damit meint man den Zustand, wenn so viel Wasser nach fließt, wie aus dem Schacht entnommen wird. Erkennbar ist das an einem stabilen Wasserspiegel im Untergrund. Ende vergangener Woche lag der Wasserpegel im Schacht bei 34,40 Metern. In den Stunden zuvor war der Pegel nur noch um 50 Zentimeter gesunken, das sei ein gutes Zeichen, informierte Schneider weiter. Er erinnerte in der Sitzung des Ausschusses daran, dass man vor rund zwei Wochen auf eine Tiefe von 137 Metern gebohrt hat. Die Spezialisten der Bohrfirma hätten dann erst einmal etwa sechs Meter Schlammbrühe aus dem Bohrloch geholt, damit sich kein gelöstes Erdreich unten absetzt und den Zufluss von Wasser verstopft.

Dann startete der Pumpversuch. Zu Beginn lag der Wasserspiegel bei rund 27 Metern, so stark drückte das Wasser von unten nach. Nun will man zwei Liter pro Sekunde abpumpen und warten, bis die Beharrung eintritt. Erst dann könne man in Absprache mit den Spezialisten die Menge des abgepumpten Wassers erhöhen. "Wir brauchen fünf Liter Wasser pro Sekunde" zur Versorgung der Kernstadt, warf Ausschussvorsitzender Dr. Ernst-Ludwig Roth dazu ein.

Die Mitarbeiter der Erkundungsfirma retagg sagen, in etwa 180 Metern Tiefe sei eine noch ergiebigere Kluft mit Wasser. Um dorthin zu gelangen, muss aber ein anderes Bohrgerät zum Einsatz kommen, erläuterte Bürgermeister Schneider weiter. Er ist guten Muts, dass man eine brauchbare Wasserversorgung für die Kernstadt erreicht.

"Der Bohrmeister der Firma Pettenpohl hat gesagt, er will die Bohrstelle in diesem Jahr abschließen", fügte Bürgermeister Schneider an. So seien bereits die Einschub-Filterrohre zur Sicherung des Brunnenschachts bestellt. (jol/Foto: jol)

Quelle: Gießener Allgemeine

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