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Im Vogelsberggarten gibt es die Neuzugänge Glatthaferbeet und Insektenweide. Standortgerechte heimische Pflanzen finden sich dort. Gudrun Huber (r.) begutachtet die frisch gesetzten Stauden im Insektenweide-Beet.

Frühling

Im Vogelsberggarten warten viele Blumen auf Schmetterlinge

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Im Vogelsberggarten war Saisonstart. Viele Besucher waren gekommen, um sich zu informieren und für ihren heimischen Garten ein paar spezielle Pflanzen mitzunehmen.

Am Ende zeigte Garten-Geschäftsführer Richard Golle bei seinem kurzen Rundgang über das Gelände, was zurzeit wächst und wo Arbeit ansteht.

Das neue halbmondförmige Terrassenbeet am Südhang des Vogelsberges macht ab diesem Jahr die Pflanzengesellschaft einer typischen Glatthaferwiese anschaulich. Dort sind unter anderem Labkraut, blühende Pippaupflanzen, Flocken- und Glockenblumen, Rispengras, Ehrenpreis, Frauenmantel und Hungerblümchen einträchtig nebeneinander zu bewundern.

Die entsprechende Originalwiese im Hang darüber wird erst nach dem Aussamen Ende Juli gemäht, um auf diesem "mageren" ungedüngten Stückchen Land die Artenvielfalt zu erhalten. Würde gedüngt, um mehrmals Viehfutter ernten zu können, wäre die Wiesen "fett, grün und arm an Arten". Die zarten Glatthaferähren blühen in sonniger Lage vom Mai bis Juli. Früher wurde dieses Süßgras, auch Französisches Raygras oder Roggengras genannt, von den Bauern zur Heugewinnung in trockenen Lagen verwendet. Gut verwurzelt hält der Glatthafer den Boden fest und bietet weiteren Pflanzen und Kleintieren einen vielfältigen Lebensraum.

Samstag Rundgang

Ausreichend Nahrung finden Wild- und die kürzlich am Schlossberg platzierten Honigbienen eines ortsansässigen Imkers zusätzlich im frisch angelegten Insektenweide-Beet. Auch auf die Schmetterlinge und weitere Bestäuber-Nützlinge warten viele Nektarpflanzen im Vogelsberggarten. Abwechselnd blühen am Rundweg den ganzen Sommer über Stauden wie Katzenminze, Natternkopf, Rosenmalve, Nacht- und Königskerzen und Ähnliche. Zusätzlich wählte man aus der Vielfalt der heimischen Gartenblumen Salbei, Sonnenhut, Astern, Indianernesseln, Ringelblumen und Kokardenblumen sowie einige mehr für das Themenbeet.

Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit Gudrun Huber und Ernst Happel zum Erhalt der Artenvielfalt seltene Pflanzen kultiviert, die bereits auf der Roten Liste stehen. Überzählige Exemplare bietet der Förderverein des Vogelsberggartens das ganze Jahr über auf Spendenbasis interessierten Gartenliebhabern an.

Am kommenden Samstag, 25. Mai, findet ein Rundgang mit dem Geschäftsführer statt. Richard Golle präsentiert Fauna und Flora, das Zusammenspiel in der Natur sowie einige bemerkenswerte geschichtliche Details zur Anlage. Der Spaziergang beginnt um 14.30 Uhr am Vorwerkmuseum, Hauptstraße 33, in Ulrichstein und dauert rund zweieinhalb Stunden. Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer: 01 70/7 24 52 41. Die Teilnahmekosten betragen fünf Euro pro Person und zehn für Familien.

Quelle: Gießener Allgemeine

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