Heckenfest

Turnverein Helpershain plant Neuerungen

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Die Großveranstaltungen klappen und haben gute Resonanz, einzelne Sparten haben hingegen Sorgen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Helpershain deutlich.

Die Jahreshauptversammlung des Turnvereins fand ungewöhnlicherweise an einem Sonntagmittag statt. Letztmalig, so berichtete Vorsitzender Jens Spiegl, sei dies zum 100-jährigen Jubiläum des TV gewesen. Grund, warum man den Sonntag wählte, war ein anschließendes Helferfest mit Kaffee und Kuchen, zurückzuführen auf die besondere Unterstützung beim Bierfest 2018.

201 Mitglieder hat der TV insgesamt zu verzeichnen. Davon sind die meisten in der Tischtennis-Abteilung aktiv. Abteilungsleiter Dennis Zimmermann freut sich besonders auf einen Schüler-Zuwachs in der Abteilung. Insgesamt kann die Tischtennis-Abteilung auf 34 einsatzberechtigte Spieler zurückgreifen.

Das Heckenfest, welches jedes Jahr traditionell als Sportfest "in den Hecken" mit Disziplinen wie unter anderem Weitsprung, Weitwurf, Sprint angeboten wird, steht auf der Kippe. Es sind immer weniger aktive Beteiligte zu verzeichnen, wie Spiegl mitteilte. Es sei mehr ein Fest "aus Spa? geworden. Natürlich stehe bei einem solchen Fest der Spaß im Vordergrund, jedoch habe dies nicht mehr arg viel mit Ehrgeiz und Disziplin zu tun. Es wurde in der Versammlung in Frage gestellt, ob das Heckenfest nicht wahlweise in einem Zweijahres-Abstand stattfinden solle.

Festausschuss wird erweitert

Zudem fragte der Vorstand nach neuen Ideen, wie man das Fest attraktiv, auch Dorf übergreifend, gestalten könnte. Viele waren der Meinung, dass ein Traditionsverein, wie der TV, versuchen sollte, das Fest zu halten. Man war sich einig, dass das Fest viel Arbeit bedeute und sich meistens dieselben um die Organisation kümmern würden. Es kam der Vorschlag auf, das Fest an die anderen Festlichkeiten terminlich anzupassen, eventuell sogar einen anderen Tag dafür zu suchen, um dafür zu sorgen, dass es mehr Helfer gebe. Um dem Thema Heckenfest entgegenzukommen, wurde ein bereits vorhandener Festausschuss um weitere drei Personen erweitert. Dessen Aufgabe ist, neben Dienstvergaben, die Organisation und Hilfe für den Vorstand, um diesen zu entlasten und um neue Ideen einzubringen. Der Festausschuss wird sich neben dem Heckenfest auch um Ideen und Organisation des Bierfestes und der Kirmes kümmern.

Wie das Heckenfest soll auch die Kirmes mit einem neuen Konzept an den Start gehen. Spiegl erwähnte, dass auch die Kirmes wirtschaftlich meist annähernd gleich viel abwerfe. Jedoch gibt es Veränderungspotenzial, um einerseits mehr Besucher anzulocken, andererseits mehr Gewinn zu erwirtschaften. Dem Vorstand sei es wichtig, dass Veränderungen stattfinden, um wieder eine attraktive Kirmes abhalten zu können. Ob es bereits in diesem Jahr der Fall sein wird, ließ er offen.

Abteilungen unterschiedlich aktiv

Insgesamt hat der Verein sechs Abteilungen. Leider wurden bei der Turnen/ Leichtathletik-Abteilung aus gesundheitlichen Gründen nur wenige Aktivitäten festgestellt. In der Schützen-Abteilung wurden sogar keine Aktivitäten ausgeführt. Zudem berichtet Abteilungsleiter Michael Hansel davon, die Auflösung der Abteilung zum nächsten Jahr zu beantragen. Bereits in diesem Jahr werden alle Personen vom Verband abgemeldet, um dem Verein Kosten zu sparen. Ein kleiner Lichtblick ist jedoch vorhanden: Durch das Schließen der Schützen-Abteilung öffnet sich die Tür für eine eventuelle Freizeit-Abteilung, berichtet Spiegl. Die Gymnastik-Abteilung kann sich auf die Rückkehr ihrer Trainerin Jasmin Appel freuen. Nach einer Baby-Pause wird sie ab Mai wieder zur Verfügung stehen.

Nächstes Jahr finden Neuwahlen im Vorstand statt, allerdings hat Thorsten Silbermann sein Amt nach zehnjähriger Vorstandsarbeit bereits dieses Jahr frei gestellt. Für ihn wählte die Versammlung Johannes Diehl als 2. Vorsitzenden für ein Jahr. Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Gerhardt, Karl-Heinz Rühl, Heinz-Walter Eifert und Norbert Hohmann.

Quelle: Gießener Allgemeine

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