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In Nieder-Ohmen können Paare nun auch in historischen Kostümen heiraten, die Standesbeamten sind entsprechend vorbereitet und zeigen dies beim Tag des Denkmals.

Hochzeit

In Nieder-Ohmen können sich Paare in historischen Gewändern trauen lassen

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Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, lockte die Gemeinde Mücke viele Besucher ins alte Rathaus in Nieder-Ohmen.

Das historische Rathaus präsentiert sich heute als gut saniertes Fachwerkgebäude. Es ist ein Haus mit einer langen Geschichte. Das Rathaus zählt zu den ältesten dieser Art in Hessen.

Über dem Durchgang zur Kirche befindet sich die Aufschrift "Mester Cord von Busfeden 1555 hat mich gemacht". Eine Akte vom 8. August 1719 besagt, dass 1541 die Kirche in Bernsfeld abgebrochen wurde und die noch guten und brauchbaren Balken für den Bau des Rathauses in Nieder-Ohmen verwandt wurden.

Seit vergangenem Jahr ist aus dem alten Museum im unteren Teil des Fachwerkhauses das neue Trauzimmer geworden. Es ist für den "schönsten Tag im Leben" stilvoll hergerichtet worden. Dieser Raum wurde am Sonntag besonders frequentiert. Es sind schon viele Trauungen im historischen Rathaus zelebriert worden, doch nun kann man auch Trauungen in historischen und zeitgenössischen Gewändern wünschen. Die Standesbeamten Andre Kern, Bürgermeister Andreas Sommer, Antje Müller und Bianca Geiß haben sich dafür mit neuer Gardeorbe ausgestattet. Wer es romantisch mag, kann eine Trauung bei Kerzenschein reservieren. Am Sonntag waren Bürgermeister Sommer und Bianca Geiß in historischen Gewändern vor Ort und präsentierten das Trauzimmer. Der Vorplatz des Rathauses bietet sich dazu gut für die Erinnerungsfotos und den Sektempfang an.

Dann war da noch Falk Gontrum, der sich in Sachen Holz und Fachwerk präsentierte. Aber auch die Geschichte des Erzabbaus stand auf dem Programm. Werner Wißner war mit seinen Modellen vor Ort und gab gerne Auskunft.

Im Obergeschoss hatte man Zeit für Gespräche und einen Gedankenaustausch. Ortsvorsteher Jörg Matthias hatte für ein reichhaltiges Kuchenbüffet gesorgt und so konnten die Besucher eine schöne Zeit miteinander verbringen. Während der Öffnungszeit am Sonntag, so Bürgermeister Sommer, freute man sich über 100 Gäste willkommen zu heißen und das war eine sehr gute Resonanz.

Quelle: Gießener Allgemeine

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