Missionare blickten auf gelobtes Land Atzenhain

Mücke-Atzenhain (ng). Einen Wechsel auf dem Stuhl des Sitzungspräsidenten gab es bei der 23. Prunksitzung am Freitag und Samstag. Wie seit 11.11. bekannt, nahm den Platz erstmals mit Petra Seim eine Frau ein, die Ottmar Hönig abgelöst hat.

Mücke-Atzenhain (ng). Einen Wechsel auf dem Stuhl des Sitzungspräsidenten gab es bei der 23. Prunksitzung am Freitag und Samstag. Wie seit 11.11. bekannt, nahm den Platz erstmals mit Petra Seim eine Frau ein, die Ottmar Hönig abgelöst hat. Der närrische Einmarsch erfolgte wie gehabt mit Hofmarschall Marcell Hönig, Champagner-Garde, "Sweeties", dem kleinen und großen Prinzenpaar und den Räten. In ihrer ersten närrischen Regierungserklärung gab Sitzungspräsidentin Petra das Motto der Atzenhainer Prunksitzung bekannt: "Stramme Waden, Dirndlkleid zur Atzehaaer Faschingszeit". Das Schützenhaus wurde kurzerhand zur "Hüttennarrhalla" umfunktioniert.

Geehrt und befördert wurden Jennifer Seim zur Gardoberkommandierenden und Marcell Hönig zum Generalhofmarschall. Die Champagner-Garde trat nun auf und das Prinzenpaar wurde vorgestellt. Prinz und Prinzissin begleiteten ihre Proklomation mit Gesang. Die "Sweeties" folgten im Programm, bevor das Jugendprinzenpaar Enrico und Chantal vorgestellt wurde. Dann kam in die Bütt die "Fraa" (Jutta Mengel), "orch schie, die owwer was zu saache hat" und meinte im Blick auf das starke Geschlecht: "Die edle schöne Rose, die zartempfindliche Mimose.

Was bleibt für euch, ihr Leutverkrampfer, der Kaktus und der Sauerampfer!"

Auswärtige Gäste und Abordnungen kamen am Freitag und Samstag aus Burkardsfelden, Flensungen, Geilshausen, Merlau, Beltershain, Altenhain, Stangenrod, Bernsfeld, Nieder-Ohmen, Lumda, dazu gesellten sich auch Bürgermeister Matthias Weitzel und SPD-Landtagsabgeordneter Manfred Görig. Was die Gäste boten, das war fast eine Sitzung für sich.

Wenn der Mücker Bürgermeister in der ersten Hälft noch die "freundschaftlichen Beitrage" zweier seiner beliebten Ortsteile vermisst hatte, dann sollte er im zweiten Teil der Sitzung noch reichlich entschädigt werden. Mit einem Showtanz traten dann die "Silverstars" Atzenhain auf. Das goldige Bäuerchen (Werner Bursik) aus dem Lahn-Dill-Kreis zeigte sich in seinem Vortrag weltbewandert und ging auch auf die Alpen und die Heidi ein. Vom "Ötz" wusste er, dass der auch deutsches Blut in den Adern gehabt haben soll, weil er mit Sandalen ins Hochgebirge gegangen sei.

Die "Stadlstars" erfreuten bei ihrem stattlichem Auftritt mit kräftigem Gesang und bärenstarken Tänzen und boten eine gelungene Show mit den "Amigos" (Bernd und Dieter Seim), "Hansi Hinterseer" (Martin Krumay), "Maria und Margot Helwig" (Berthold Biedenkapp und Timo Buchner), "DJ Otzi" (Frank Schäffer), "Marianne und Michael" (Marcel Hönig und Armin Henkel), "Hias" (Martin Mengel), "Wastl" (Mike Enders) und "Carmen Nebel" (Jutta Mengel).Zwei Missionare (Jürgen Weiler und Reinhard Rau) in Begleitung von Christoph Hönig berichteten: "Als Missionare wurden wir gesandt, zu bekehren dieses Land.Vom Kratzeberg schaut man auf Gottes Wunderwerk. Vor uns liegt dann Atzenhain, ein Dörfchen kann nicht schöner sein - und dahinter das gelobte Land für uns Missionare." "Lady Hush" (Ralf Diedrich) erzählte aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen mit Männern und zeigte, dass unter Dirndlkleid und Alpenstrumpf doch zwei stramme Waden zum Vorschein kommen. "Hausmeester Breggeschneiresch Bernd" (Bernd Seim) "knodderte" an einer Tour nach dem Motto: "Ich hu kenn Vortrag, ich sag’s noch emol, Dei Weiwer! Sauge wollt ich schon ganz freui, wou der Dreck nitt vo mir stammte.

Sei musst zum Frisör und ich musst Nudeln koche. Ihr Männer wisst vielleicht, dass Nudel schäume, wenn se koche. Ich musst awwer Sportschau gucken. Als Sie vom Frisör gekomme war, waren Nudel und die Frisur schnell im Eimer." Die Showtanzgruppe trat ganz im Sinne von Heidi in Erscheinung. Frank Theiß stellte klar, dass ein Dorf nicht nur einen Bürgermeister und einen Ortsvorsteher hat, sondern auch einen Dorfkommandanten.

Er hob bei seiner Wanderung hervor: "Als Dorfkommandant muss ich berichten, was hier passiert sind für Geschichten. Der Jagdpächter Gerhard organisierte eine Treibjagd. Die Treiber machten ihre Arbeit und trieben die Schweine aus dem Wald. Die Schweine liefen den Jägern direkt in die Arme. Eine Sau nahm Kurs auf Gerhard, der prima schießen konnte und kann. Er konnte aber nicht schießen, weil er mit seinem Handy telefonierte. Das Schwein grunzte noch:- T-Mobile: Erleben, was verbindet!" "MC Muggel and the Firefuckers" zeigten sich dann ebenfalls mit einem flotten alpenländischen Tanz. Nach dem Finale wurde zu den Klängen der "Rubin-Stars" gefeiert.

Quelle: Gießener Allgemeine

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