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Fotovoltaikflächen auch in Mücke?

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Von: Sophie Röder

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Ob und wie viele solcher Fotovoltaikanlagen künftig auch auf Feldern in Mücke stehen, ist derzeit noch ungewiss. SYMBOLBILD: IMAGO © Red

Mücke (smf). Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist vielerorts im Gespräch. So verwundert es nicht, dass Fotovoltaikanlagen auch ein Thema der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung waren. Im Fokus standen Anfragen zu Freiflächenfotovoltaikanlagen.

Unklarheiten

beseitigen

»Wir bekommen Anfragen von Großinvestoren und wissen noch nicht, wie wir damit umgehen sollen«, sagte Bürgermeister Andreas Sommer. »Wir brauchen eine grundsätzliche Regelung für Fotovoltaik. Wir brauchen ein quantitatives und ein qualitatives Instrument.« Dies sei kein Thema für den Einzelfall, sondern für die gesamte Gemeinde. Um sowohl aktuelle Anfragen, als auch »eine generelle Positionierung der Gemeinde Mücke« zu erarbeiten, sollte laut Beschlussvorschlag das Anliegen in den BLUV (Ausschuss für Bau, Landwirtschaft, Umwelt und Verkehr) verwiesen werden. Dort soll nach Behandlung im jeweiligen Ortsbeirat auch die Entscheidung getroffen werden.

Dirk Neumann (SPD) hatte Einwände: »Das Thema wird uns über Jahre beschäftigen. Es sollte nicht nur im BLUV sondern auch in der Gemeindevertretung besprochen werden.« Auch Jennifer Schomber (MüBü) sprach sich dagegen aus, dass Thema nur im BLUV zu behandeln. Bei konkreten Anfragen solle das Thema zunächst beim entsprechenden Ortsbeirat behandelt und anschließend an den BLUV und den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) weitergegeben werden. Sollten diese unterschiedlicher Meinung sein, solle das Thema in der Gemeindevertretung besprochen werden. Auf Neumanns Vorschlag eingehend, sei es auch eine Option, das Thema auch bei gleicher Meinung abschließend in der Gemeindevertretung zu besprechen.

Günter Zeuner (FW) sprach sich ebenfalls dafür aus, die Anträge im HFA und dem BLUV zu besprechen, doch er betonte: »Wir müssen zuerst einen grundsätzlichen Beschluss fassen. Wollen wir Flächen für Fotovoltaikanlagen ausweisen? Wie gehen wir allgemein mit dem Thema um?« Auch Prof. Dr. Hubertus Brunn (CDU) sagte: »Wir halten es für vernünftig, erst einmal alle Unklarheiten zu beseitigen. Peter Horst (CDU) ergänzte: »In der ganzen Sache sollten wir auch die Landwirte miteinbeziehen.«

Der geänderte Antrag in der Gemeindevertretung ging über den ursprünglichen Beschlussvorschlag hinaus und wurde mit 22 Ja-Stimmen und einer Enthaltung in die Ausschüsse verweisen, um dort die geforderten Grundlagen zu erarbeiten. Eine Entscheidung über die aktuellen Anfragen steht demnach noch aus.

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