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Ein großer Holzstapel türmt sich neben dem Grundstück der Stegmanns am Windhain auf. Dort wurden Bäume gefällt; das Holz konnte noch nicht abgefahren werden, weil die Firmen wegen des hohen Arbeitsaufkommens ausgelastet sind.

Wald

Forstbetriebe sind mit Arbeit voll ausgelastet

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Im Mücker Wohngebiet Windhain wurden Bäume gefällt. Anwohnerin Gabriele Stegmann wundert sich, dass das Holz nicht beseitigt wird. Der Grund: Überlastung bei den Firmen.

Im März wurde im Wohngebiet Windhain am Hermannsbergweg einige große Bäume abgesägt. Es kommt zwar immer wieder vor, dass Bäume irgendwo fallen, aber Anwohnerin Gabriele Stegmann wunderte sich, dass ihr nichts davon gesagt wurde. Sie und ihr Mann haben das Grundstück seit etwa 15 Jahren von der Gemeinde gepachtet. Die Bäume dienten ihnen als willkommener Sicht- und auch Lärmschutz zur nahen Autobahn, erzählt sie. Sie glaubt auch nicht, dass die Bäume krank waren. "In zehn Minuten war fast alles weg, aber man hätte uns doch in Kenntnis setzen müssen."

Im April hat sie bei der Gemeinde nachgefragt, warum der zurückgebliebene Holzstapel noch nicht abgeholt worden ist. Daraufhin habe ihr der Bürgermeister zugesagt, dass das Holz bald abgeholt wird. An das Forstamt Schotten, das die Arbeiten beauftragt hatte, wandte sich Stegmann dann im Mai. Dort wurde ihr versichert, das Holz werde Ende Mai oder Anfang Juni abgefahren. "Bis heute hat sich nichts getan," beklagte Stegmann dieser Tage. Sie sieht durch den Holzstapel, der an den Jägerzaun des Stegmannschen Grundstücks grenzt, eine Gefahr, direkt dahinter stehen zwei Gastanks. "Man hört so viel von Bränden, das will ich mir gar nicht ausmalen, wie das wird, wenn zum Beispiel Jugendliche einfach eine Zigarettenkippe wegwerfen."

Beim Forstamt Schotten hieß es auf Anfrage, man sei von der Gemeinde gebeten worden, die Bäume wegen der Verkehrssicherheit zu fällen. Das angefallene Material sollte zu Hackschnitzeln verarbeitet werden. Aufgrund der prekären Situation (Windwurf, Borkenkäfer) in Hessen waren alle in Frage kommenden Unternehmer gebunden. So sei die weitere Aufarbeitung und Entfernung der Bäume unterblieben. "Inzwischen ist aber in Absprache mit der Gemeinde eine Lösung in Sicht und mit der baldigen Räumung des Holzes zu rechnen".

Quelle: Gießener Allgemeine

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