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Rodungsarbeiten bei Maulbach. Dort müssen Strommasten versetzt werden. FOTO: JOL

Strommasten werden verlegt

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Homberg(jol). Für deutliche Proteste sorgen Fällarbeiten im Bereich der geplanten Autobahn A 49 (siehe oben). So haben Forstarbeiter in einem Tal zwischen Maulbach und Wäldershausen etwa 1,2 Hektar an Bäumen und Sträuchern entfernt (die Alsfelder Allgemeine berichtete). Das ist nötig, weil eine Starkstromleitung verlegt werden soll, wie Michaela Fiedler sagt, Sprecherin des zuständigen Energieunternehmens Avacon.

Die Fällarbeiten dienen als Vorbereitung für die anschließenden Umbauarbeiten an der Hochspannungsleitung, teilt das Unternehmen mit.

Vom Leitungsumbau betroffen sind im Gelände "In der Meisbach" sieben Masten auf einer Strecke von zwei Kilometern. Dabei sollen einige Strommasten um bis zu 50 Meter versetzt werden. Einige Masten müssten aufgrund veränderter Anforderungen am selben Standort neu gebaut werden. Im gesamten Bereich werden zudem die Leiterseile an den Strommasten erneuert. Dafür müssten Bäume und Sträucher im Bereich von etwa 50 Meter rechts und links der Leitung entfernt werden. Weiterhin teilt Fiedler mit, dass für den Umbau einer Leitung stets "gewisse Zuwegungen und Arbeitsflächen für den Neubau der Masten, die Durchführung der Seilzugarbeiten und das Aufstellen von Provisorien benötigt werden".

Die Arbeiten würden von der Planungsgesellschaft DEGES beauftragt und koordiniert. Dabei gehe es um Fällarbeiten, die nur im Winter vorgenommen werden dürfen. Der Umbau an der 110-Kilovolt-Leitung soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 stattfinden.

Zu Mutmaßungen vor Ort, man plane die Verlegung der Leitung unter die Erde, sagt Fiedler, dass daran nicht gedacht ist. Die im Abschnitt vorhandenen 110-kV-Leitungen könnten nur sehr aufwendig als Erdkabel verlegt werden. "Bei uns gibt es keine Planung in diese Richtung."

Quelle: Gießener Allgemeine

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