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Baggerarbeiten auf der Trasse der A 49 für die Archäologen bei Appenrod. Foto: jol

Autobahn

Datum für Baubeginn an der A49 bleibt

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Die Rodungsarbeiten für den Bau der Autobahn A 49 sind gestoppt. Das bedeutet aber keinen Stopp der vorbereitenden Arbeiten für den eigentlichen Bau des Asphalt-Lindwurms.

Das kann der Autofahrer zur Zeit bei Appenrod und Lehrbach sehen, wo Bodenarbeiten durchgeführt werden. So wird schon seit einiger Zeit mit dem Bagger bei Appenrod großflächig Erde abgeschoben. Dabei handelt es sich um archäologische Grabungen im Vorfeld des Baus der A 49, wie die Deges mitteilt.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin bereitet im Auftrag des Bundes den Bau der A 49 vor. Der Umfang der Grabungen richte sich unter anderem danach, ob archäologisch bedeutsame Funde zu verzeichnen sind. Die Grabungen sollen bis Ende 2019 andauern, informiert Deges-Sprecher Lutz Günther weiter.

Die Verschiebung der Rodungsmaßnahmen im Dannenröder Forst und die Nacharbeiten für Umweltmaßnahmen sorgen für keine Verzögerungen im Ablauf, wie Günther auf Nachfrage der Alsfelder Allgemeinen Zeitung sagt. Hintergrund sind einige noch nicht abgeschlossene Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur. Zudem sollten die Rodungen in Herrenwald und Dannenröder Forst eigentlich bereits vor Wochen beginnen.

Zuschlag im 2. Quartal 2020

Dazu teilt Günther mit, die Verschiebung der großflächigen Fällungen um ein Jahr bedeute nicht, dass sich der Bau der A 49 um die gleiche Zeit verzögert. "Der Baubeginn ist weiter für 2020 vorgesehen, und die Inbetriebnahme ist im Jahr 2024 geplant."

Vorgesehen ist der Bau des letzten Teilstücks der A 49 zwischen Stadtallendorf und Gemünden in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft, also Bau und Betrieb der Autobahn durch ein Unternehmen, das dafür Zahlungen des Bundes erhalten soll.

Die vorgeschriebene Prüfung der Angebote auf ihre Wirtschaftlichkeit ist für Anfang des Jahres 2020 vorgesehen, sagt Günther. Der Zuschlag an einen Projektpartner soll dann im zweiten Quartal 2020 erfolgen.

Ob die Klage des Naturschutzverbands BUND gegen den Planfeststellungsbeschluss zu Verzögerungen führt, vermag die Deges nicht einzuschätzen. Das sei ein laufendes Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht, "dem wir nicht vorgreifen können", teilt Günther mit. Zudem seien der Deges die konkreten Inhalte der Klage noch nicht bekannt.

Quelle: Gießener Allgemeine

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