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Der Bauausschuss besichtigt die alte Busschleife bei Groß-Felda, die als Wohnmobilplatz im Gespräch ist.

Debatte im Ausschuss

Platz für Wohnmobile in Feldatal gesucht

  • Joachim Legatis
    VonJoachim Legatis
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Wohnmobile sind im Trend. Die Stellplätze locken Besucher an, die dann auch im Ort einkaufen und essen gehen. Nun soll in Feldatal ein Reisemobilplatz entstehen, womöglich am Freibad.

Der Urlaub mit dem Reisemobil soll auch in Feldatal möglich werden. Nach dem Vorbild Alsfeld, Ulrichstein und Homberg geht nun auch die Feldataler Politik an eine solche Weiterentwicklung des Touristikangebots.

Die Bürgerliste greift mit ihrem Antrag einen früheren Vorstoß im Gemeindeparlament auf, der damals aus verschiedenen Gründen nicht weiter verfolgt wurde. Nun soll es klappen, wie erste Diskussionen im Bauauschuss der Gemeindevertretung ergeben. Favorisiert wird ein Standort nahe des Solarfreibads Kestrich, doch auch weitere Bereiche sollen auf eine solche Nutzung hin geprüft werden. Dafür könnte das nun anlaufende IKEK-Programm mit seinen großzügigen Fördermitteln genutzt werden.

Bei einem Ortstermin nahmen die Mitglieder des Bauausschusses zunächst die alte Busschleife am Ortsrand von Groß-Felda in Richtung Zeilbach in Augenschein. Dort ist bereits eine Fahrspur angelegt, daneben befindet sich eine breite Wiese. Die Begrenzung bilden alte Bäume, was für eine schöne Aufenthaltsqualität sorgen kann. Das Grundstück hatte die Bürgerliste vorgeschlagen. Vor Ort berieten die Ausschussmitglieder unter Vorsitz von Boris Jost über die Anforderungen an einen WoMo-Platz.

Denn die Anlage erfordert einige Voraussetzungen, je nachdem, welcher Standard angestrebt wird. So erläuterte Bürgermeister Leopold Bach auf Grundlage einer Planungshilfe des Deutschen Tourismusverbands, dass die Bandbreite vom einfachen Schotterplatz für Übernachtungen bis hin zum Campingplatz mit allen Anschlüssen reicht. In Abstimmung mit Kreisbauamt und Naturschutzbehörde werde geprüft, wie stark die Natur beeinträchtigt wird und welche Anschlüsse für die Fahrzeuge geschaffen werden können. Dabei geht es um Wasser, Abwasser und Strom.

Bach schlug vor, den Reisemobilplatz als Projekt in das IKEK aufzunehmen. Das ist der Nachfolger des Dorferneuerungsprogramms mit einer Förderquote von 75 Prozent für eine kommunale Einrichtung. Das IKEK soll im nächsten Jahr anlaufen, dann werden die Pläne erstellt. Bach schlug vor, den Platz komfortabler zu gestalten, damit die Besucher länger bleiben.

Dann kaufen sie im Ort ein, wandern und besuchen Einrichtungen wie die Greifvogelwarte. Der Platz an der Straße nach Zeilbach liegt landschaftlich reizvoll im Grünen. Allerdings ist die Stelle etwas abseits für den Einkauf, wie bemängelt wird.

Monika Becker (FWG) brachte den Bereich am Solarfreibad ins Spiel. Dann hätten die Besucher gleich Duschen und Toiletten in der Nähe. Zudem könnten sie Freizeitspaß im Schwimmbecken erleben. Bach ergänzte, dass über ein IKEK-Projekt die Umkleide modernisiert werden kann.

Jost unterstützte den Vorschlag mit Hinweis auf den WoMo-Platz in Alsfeld, der in in fußläufiger Entfernung zum Schwimmbad liegt. »Der Platz wird sehr gut angenommen«. das gilt auch für den Stellplatz in Ulrichstein, der ebenfalls am Schwimmbad eingerichtet wurde.

Eine Schwierigkeit ist, eine hinreichend große Stelle nahe dem Schwimmbad zu finden. Denn schon aktuell reichen die Parkmöglichkeiten nicht aus und Wohnmobile benötigen viel Platz.

Julian Seim (FWG) schlug vor, auch das Gelände am Schützenhaus Stumpertenrod in Betracht zu ziehen. In der lebhaften Diskussion kamen Ausschussmitglieder noch auf einen Bereich am Sportplatz Groß-Felda zu sprechen, der eventuell geeignet sei.

Der Bauausschuss einigte sich darauf, das Thema in weiteren Sitzungen zu vertiefen. Zunächst will man sich mit der Planungshilfe beschäftigen, die Bürgermeister Bach in der Sitzung verteilte.

Beim Solar-Freibad in Kestrich ist ein Wohnmobilplatz im Gespräch.

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