Kirchenkino mit Film über Fritz Bauers Kampf

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Mit dem Film »Der Staat gegen Fritz Bauer« startet das Vogelsberger KirchenKino am Mittwoch, 10. Oktober. Im Kinocenter Alsfeld geht ab 19 Uhr das evangelische Dekanat damit in das 12. Jahr der Filmreihe, diesmal unter dem Motto »Gegenläufer«. Fritz Bauer war ein echter Gegenläufer, während Bundeskanzler Adenauer einen »Schlussstrich« unter den Nationalsozialismus ziehen wollte. Viele hohe Posten in Politik und Justizwesen waren durch ehemalige Nationalsozialisten wiederbesetzt, als der hessische Generalstaatsanwalt die Festnahme Adolf Eichmanns forcierte und die Frankfurter Auschwitz-Prozesse herbeiführte.

Mit dem Film »Der Staat gegen Fritz Bauer« startet das Vogelsberger KirchenKino am Mittwoch, 10. Oktober. Im Kinocenter Alsfeld geht ab 19 Uhr das evangelische Dekanat damit in das 12. Jahr der Filmreihe, diesmal unter dem Motto »Gegenläufer«. Fritz Bauer war ein echter Gegenläufer, während Bundeskanzler Adenauer einen »Schlussstrich« unter den Nationalsozialismus ziehen wollte. Viele hohe Posten in Politik und Justizwesen waren durch ehemalige Nationalsozialisten wiederbesetzt, als der hessische Generalstaatsanwalt die Festnahme Adolf Eichmanns forcierte und die Frankfurter Auschwitz-Prozesse herbeiführte.

Bauer, so macht der deutsche Spielfilm aus 2015 deutlich, konnte seine Ermittlungen nur mit Rückendeckung des Ministerpräsidenten Georg-August Zinn vorantreiben. Bundeskriminalamt, Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz waren mit ehemaligen Nationalsozialisten durchsetzt, die an der juristischen Aufarbeitung des »Dritten Reiches« nicht interessiert sein konnten.

Bauer war ein »Gegenläufer« und kämpfte gegen eine weitverbreitete Kultur der »Mitläufer«, die persönliche Verantwortung und gesellschaftliches Engagement ablehnen. »In einer Zeit von Trump, Orban, Kurz und Gauland vermissen wir auch heute die Gegenläufer«, sagt Ralf Müller vom Dekanat zur Leitidee der neuen KirchenKino-Saison. Gezeigt werden Gegenläufer, »die mit Standhaftigkeit für Mitmenschlichkeit und humanitäre Werte eintreten.«

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