30 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung in Klinik

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Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Vogelsbergkreis gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem.

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Vogelsbergkreis gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem.

Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2017 insgesamt 30 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes in Hessen sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2016 um neun Prozent.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu", sagt Christian Beser von der DAK-Gesundheit in Alsfeld. "Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Komasaufen bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten in den Schulalltag einfließen."

Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Experten der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten in der Region neun Kinder in einer Klinik behandelt werden.

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch im nächsten Jahr die erfolgreiche Kampagne "bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen" im Vogelsbergkreis fort. Zum zehnten Mal werden beim bundesweiten Wettbewerb Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 95.000 junge Künstler teil.

Weitere Informationen über die Aktion gibt es auch im Internet unter www.dak.de. Landesschirmherr von "bunt statt blau" ist der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner.

Im Vogelsbergkreis unterstützt auch der Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule die Präventionskampagne.

Quelle: Gießener Allgemeine

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