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Grundstückspreise steigen weiter

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Von: Sophie Röder

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Beliebt: Im vergangenen Jahr wurden im Kreisgebiet die meisten bebauten Grundstücke in Alsfeld gekauft. ARCHIV © Red

Viele hoffen auf ein Sinken der Preise von Immobilien oder Bauland. Doch noch ist das Gegenteil der Fall. Der jüngst erschienene Immobilienmarktbericht des Amts für Bodenmanagement gibt einen Überblick über die Marktsituation im Vogelsberg.

Der Immobilienmarkt im Landkreis zeigt sich von der Corona-Pandemie unbeeindruckt. Dies hat der kürzlich veröffentlichte Immobilienmarktbericht für den Vogelsbergkreis und den Landkreis Fulda ergeben.

Der jährlich erscheinende Bericht der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Amt für Bodenmanagement (AfB) Fulda gibt einen Überblick über die Immobilienpreise sowie die Geld- und Flächenumsätze in der Region. Demnach gab es im Vogelsbergkreis eine Umsatzsteigerung in allen Teilmärkten um insgesamt 50 Millionen Euro.

Auch die Nachfrage nach Bauplätzen ist nach wie vor hoch. Im Vogelsbergkreis lag der Zuwachs an regulären Verkäufen im Bereich der Baugrundstücke bei 37 Prozent - mit Schotten als mit Abstand gefragtesten Standort. Dort gab es im vergangenen Jahr 145 Verkäufe von unbebauten Grundstücken.

Gefragt: Bauplätze in Mücke

Auf dem zweiten Platz lag Schlitz mit 94 Verkäufen. Dicht gefolgt von Mücke mit 93 Verkäufen. Die Gemeinde will den Bedarf bedienen und hat gerade ein neues Baugebiet am Flensunger Hof in Flensungen aufgelegt. Aktuell gibt es noch wenige Plätze in Höckersdorf und in Sellnrod. Beliebt ist die Gemeinde unter anderem auch wegen der zentralen Lage an der A 5.

Bei den Bauplatzverkäufen folgen Alsfeld und Grebenhain mit jeweils 87. Unter anderem kam es in Lauterbach zu 65 Verkäufen, in Ulrichstein zu 59, in Kirtorf zu 55, in Homberg zu 49, in Gemünden zu 35 und in Feldatal zu 33 Verkäufen. Die wenigsten Verkäufe gab es mit 16 in Antrifttal.

Aus dem Gutachten wird auch noch ersichtlich, dass die Preisentwicklung für Bauplätze im Wohngebiet von 62 Euro pro Quadratmeter auf 73 Euro pro Quadratmeter angestiegen ist.

Im Mischgebiet ist sie hingegen von 53 Euro auf 44 Euro gesunken. Die Preisentwicklung bei den Gewerbeflächen ist konstant bei 33 Euro der Quadratmeter geblieben.

Nach Angaben des AfB geht aus dem Bericht ebenfalls hervor, dass die Preise für frei stehende Ein- und Zweifamilienhäuser weiter ansteigen - im Kreisgebiet stiegen die Preise durchschnittlich um 20 Prozent zum Vorjahr und liegen nun bei 212 000 Euro. Zum Vergleich: In den drei Vorjahren lagen die Preise noch stabil bei jeweils rund 175 000 Euro.

Die meisten regulären Verkäufe - besondere Kaufumstände wie Zwangsversteigerungen, Schenkungen, Verkauf zwischen Verwandten blieben auch hier unberücksichtigt - von bebauten Grundstücken gab es mit 104 in Alsfeld. Gefolgt von Lauterbach mit 80 Verkäufen. An dritter Stelle lag Schotten mit 76. In Feldatal kam es zu 27 Verkäufen, in Mücke zu 52, in Ulrichstein zu 47, in Gemünden zu 38, in Homberg 43 und in Kirtorf 22.

Was die Mieten betrifft, sind die Bestandsmieten im Vogelsbergkreis in den vergangenen Jahren gleichgeblieben. 2020 lagen diese noch unter fünf Euro der Quadratmeter. Bei Neuvermietungen ist diese 2019 auf rund fünf Euro der Quadratmeter und 2020 auf rund 5,20 pro Quadratmeter angestiegen.

Im Shop sowie im Download-Center, die seit Februar 2022 allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, können im Bereich Immobilien neben dem Überblick darüber hinaus die aktuellen regionalen Bodenrichtwerte, die generalisierten Bodenwerte, Vergleichsfaktoren, der regionale Mietpreiskalkulator (MIKA) sowie der Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK) heruntergeladen werden.

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