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Mit Masken und Abstand kommen Prüfer und die ehemaligen Azubis nach der Prüfung an der Max-Eyth Schule noch für ein gemeinsames Foto zusammen.

Das sind die frischgebackenen Gesellen

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Alsfeld/Wetteraukreis (pm). Dieses Jahr war fast alles anders bei der Abschlussprüfung der Land- und Baumaschinenmechatroniker in Alsfeld. Statt fröhlicher Gesichter sah man nur »Maskierte« auf dem Parkplatz der Max-Eyth-Schule, wo sich am Freitagnachmittag eine Gruppe zumeist junger Leute zum Fototermin vor dem neuen Fendt-Schlepper am Werkstattgebäude versammelt hatte.

Darunter waren auch Jugendliche aus dem Wetteraukreis.

»Abstand halten und Maske auf« ist seit Langem die Devise. Anfang Dezember musste zunächst die Hürde der Theorieprüfung genommen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Latte dabei um einiges höher gelegen, da der Vorbereitungsunterricht unter erschwerten Bedingungen stattgefunden habe.

Durch die Aufteilung der Klassen in kleinere Gruppen, habe für die Vermittlung des Unterrichtsstoffes wesentlich weniger Zeit zur Verfügung gestanden. Erschwerend sei hinzugekommen, dass der Präsenzunterricht im Frühjahr nahezu komplett ausgefallen war.

Nun war auch die praktische Prüfungungswoche überstanden, und die »Noch-Azubis« mussten sich aus hygienischen Gründen in der Aula, statt im gewohnten Klassenraum versammeln, um das Ergebnis ihrer Mühen zu erfahren.

Dabei konnte man die »Steine« förmlich purzeln hören, die den meisten Anwesenden in diesem Moment vom Herzen fielen, als Klassenlehrer, Oberstudienrat Hermann Schäfer, die Prüfungsergebnisse bekannt gab.

Von 24 Absolventen haben 21 die Prüfung bestanden, damit waren sie ab diesem Moment keine Azubis mehr, sondern frischgebackene Gesellen des Land- und Baumaschinenmechatronikerhandwerks.

Sie haben damit auch ihren Schulbesuch am regionalen Bildungszentrum in Alsfeld beendet.

Ein Schlepper mit Software

Ein neuer Fendt-Schlepper mit Vollausstattung, eine Claas Rundballenpresse sowie eine Hardi Pflanzenschutzspritze und das notwendige Equipment an herstellerspezifischer Software und Diagnosetechnik gehören zum Inventar der Schule.

Eine pneumatische Sämaschine sowie ein Düngerstreuer, beides Maschinen der neuesten Generation, stehen zusätzlich für unterrichtliche Zwecke zur Verfügung. Ein weiterer Schritt zur Optimierung der Ausbildung stellt die Tatsache dar, dass die Azubis seit Beginn des vorletzten Schuljahres schon ab dem ersten Lehrjahr in die Max-Eyth Schule gehen können und damit nicht mehr wie bisher die Grundstufe zusammen mit Kfz-Mechatronikern an anderen Schulstandorten besuchen müssen und danach erst nach Alsfeld wechseln dürfen.

Die Ausbildung dauerte insgesame dreieinhalb Jahre und beinhaltet das gesamte Spektrum moderner Land- und Baumaschinentechnik, mit Schwerpunkt auf die Lernbereiche Mechanik, Hydraulik, Elektrik/Elektronik und Gerätetechnik, sowie die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Politik/Wirtschaftskunde, Englisch, Sport und Religion. Die eigentliche praktische Prüfung erstreckte sich dann schließlich für die Prüflinge über die gesamte zweite Schulwoche nach den Weihnachtsferien

Allerdings sei hierbei weniger handwerkliches Geschick, als vielmehr diagnostisches Denken und der Umgang mit moderner Prüf- und Messtechnik gefragt. Ein Schwerpunkt der Prüfung bildete die Installation einer elektrohydraulischen Anlage einschließlich ihrer Einstellung und Funktionsprüfung. In einem sich anschließenden Fachgespräch mussten die Prüflinge außerdem zu Fragen über Hydraulik und Elektrik Rede und Antwort stehen.

Etliche angehende Gesellen haben vermutlich vor der Zeugnisübergabe noch eine unruhige Nacht erlebt, bevor sie dann endlich am Freitagnachmittag das heiß ersehnte Zertifikat »bestanden« aus der Hand von Mario Becker als Vertreter des Prüfungsausschussvorsitzenden Gerhard Jungmann entgegennehmen konnten.

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