1. Wetterauer Zeitung
  2. Verbraucher

Änderung beim Einkauf: Dieses Hilfsmittel könnte bald Geschichte sein

Erstellt:

Von: Christina Rosenberger

Kommentare

Einkaufswagen vor einer Lidl-Filiale in Heilbronn.
Bei Supermärkten wie Lidl und Kaufland wartet die nächste große Neuerung. (Symbolbild) © Olaf Kubasik/echo24.de

Die Supermarkt- und Discounterriesen Lidl und Kaufland steigen immer tiefer in die Digitalisierung ein. Nun könnte ein weiterer drastischer Schritt folgen.

Einkaufen soll immer weiter optimiert werden – gerade die Schwester-Unternehmen Lidl* und Kaufland* zeigen deshalb immer wieder Innovationen auf, um digitaler und nachhaltiger zu werden. Beispielsweise führen Lidl und Kaufland nach und nach neuartige Verpackungen* ein, die Plastik ersetzen und biologisch abbaubar sein sollen. Auch spielt das Thema Fleisch eine große Rolle. So haben sich die beiden Lebensmitteleinzelhändler zu der 5xD-Regel bekannt*, wie echo24.de* berichtet.

Diese Regel stellt sicher, dass Fleisch und Wurst von der Aufzucht über die Schlachtung bis hin zur Verarbeitung komplett in Deutschland hergestellt werden. So sollen deutsche Landwirte gestärkt werden – gleichzeitig sollen den Tieren lange Transportwege zum Schlachter erspart werden. Zusätzlich zeigt vor allem Kaufland aktuell, dass Digitalisierung immer wichtiger wird – auch im Supermarkt.

Kaufland/Lidl: Digitalisierung schreitet weiter voran – kommt die nächste Änderung?

Unter anderem wurde der Neckarsulmer Supermarktriese Kaufland kürzlich für seinen Online-Marktplatz ausgezeichnet* und die neue Kaufland-App konnte direkt zum Start in den App-Stores Spitzenplätze erzielen*. Zudem testet der Lebensmitteleinzelhändler aktuell in acht Filialen das sogenannte „Scan&Go“-Prinzip*, das es Kunden erlaubt, völlig kontaktlos zu bezahlen. Folgt nun also der nächste Schritt, um Bargeld endlich komplett loszuwerden?

Das könnte sein, denn auch wenn im Laden mit Karte gezahlt werden kann, gibt es noch immer eine bestimmte Situation, die Kleingeld oder einen entsprechenden Chip erfordert. Die Rede ist vom Einkaufswagen. Um diesen zu entsichern, benötigen Kunden von Kaufland, Lidl und Co. je nach Anbieter Münzen zwischen 50 Cent und 2 Euro oder einen entsprechend passenden Plastikchip. Wer keine passende Münze hat, kann sich keinen Wagen ausleihen.

Einkaufswagen – aber digital? Das ist bisher geplant

Das könnte nun ein Ende haben. Denn wie Chip 365 berichtet, denkt der große Einkaufswagen-Hersteller „Wanzl“, der unter anderem mit Aldi, Lidl, Netto, Ikea oder Walmart zusammenarbeitet, bereits an einer digitalen Lösung, um das Einkaufen einfacher zu machen. Im Fokus steht eben das Pfandschloss des Wagens, das eigentlich nur dazu da ist, die Einkaufshilfen gegen Diebstahl zu schützen und niemanden daran hindern soll, seinen Einkauf zu transportieren.

Aktuell arbeitet „Wanzl“ nun an einem sogenannten „Smart Trolley“, also dem digitalen Einkaufswagen. Kunden könnten dieses neue Modell per Smartphone oder Smartwatch entriegeln – ganz einfach per App des jeweiligen Supermarktes. Die Geräte könnten das Pfandschloss dann per NFC oder Bluetooth entsperren. Für jüngere Menschen sicher eine gute Lösung, doch was ist mit Personen ohne Smartphone?

Kaufland/Lidl: Einkaufswagen schon bald nicht mehr mit Münzen bedienbar?

Zunächst muss wohl noch niemand Angst haben, den Einkaufswagen bald nicht mehr bedienen zu können. Gegenüber Chip 365 erklärte ein „Wanzl“-Mitarbeiter: „Wir wollen mit Testphasen erste Markterfahrungen sammeln und schauen, wie das insgesamt ankommt“, denn es gehe ja darum, das Einkaufen leichter zu machen.

Außerdem dauert es demnach wohl noch ein paar Jahre, ehe der digitale Einkaufswagen wirklich flächendeckend in Deutschland zu finden ist. Wann Kaufland und Lidl in das Konzept einsteigen, ist bisher nicht bekannt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare