"Was heißt Heimweh auf Japanisch?"

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In Kleinlinden leben Frauen aus mehr als 20 Nationen. Sie alle sind Linneser Frauen und haben in den vergangenen mehr als drei Jahren zu den "Linneser FrauenGeschichte(n)" beigetragen. Frauen aus fünf Kontinenten haben ihre Lebensgeschichte erzählt. Es waren sehr persönliche Geschichten. Sie haben den Blickwinkel verändert und Fremdes verständlich gemacht. Erstaunlich übrigens, wie oft sich Parallelen ergaben, denn oft hieß es: "Ach, das war bei uns in Linnes früher auch so!"

In Kleinlinden leben Frauen aus mehr als 20 Nationen. Sie alle sind Linneser Frauen und haben in den vergangenen mehr als drei Jahren zu den "Linneser FrauenGeschichte(n)" beigetragen. Frauen aus fünf Kontinenten haben ihre Lebensgeschichte erzählt. Es waren sehr persönliche Geschichten. Sie haben den Blickwinkel verändert und Fremdes verständlich gemacht. Erstaunlich übrigens, wie oft sich Parallelen ergaben, denn oft hieß es: "Ach, das war bei uns in Linnes früher auch so!"

Buchvorstellung an Muttertag

"Was heißt denn ›Heimweh‹ auf Japanisch?" erscheint am Sonntag, 12. Mai. Die Buchvorstellung (Evangelisches Gemeindehaus Kleinlinden, An den Schulgärten 4, 11 bis 17 Uhr) ist eingebunden in ein buntes Programm für die ganze Familie. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Einmal im Monat traf sich ein Kern von Linneser Frauen mit einer Interviewpartnerin, die von ihrem Heimatland erzählte, wobei sich Heimat auf ganz unterschiedliche Weise definierte. Mal war "Heimat" das Land der Geburt. Mal war es Deutschland, weil die "zweite Heimat" wichtiger geworden war als die erste.

Alle Interviewpartnerinnen erhielten dieselben Fragen, gingen aber unterschiedlich darauf ein. Der zeitliche Rahmen waren jeweils anderthalb Stunden – wenig Zeit für eine ganze Lebensgeschichte. Aus den Antworten der Frauen ist das neue, inzwischen vierte Buch der Linneser Frauen entstanden.

Als die Frauen 2016 mit den Interviews begannen, lag es nahe, zunächst Eri Weller zu befragen. Die gebürtige Japanerin hatte sich schon über Jahre hinweg mit den Linneser Frauen auf Spurensuche begeben. Damals ging es um Ortsgeschichte, Kleinlindener Ortsgeschichte. Eri – 1954 in der Millionenstadt Tokio geboren – interessierte sich dafür, was Frauen aus dem so viel kleineren Linnes, das ja nun auch ihren Lebensmittelpunkt darstellte, berichteten. Da ging es um Kirmes und Landwirtschaft, um das Pflichtjahr in den 1940er Jahren, um Waschtag und Backhaus. Aus den Erzählungen entstanden zwei Bücher.

Beim dritten Buch der Linneser Frauen war auch Viktoria Tsantes schon dabei. Viktoria stammt aus Griechenland, gehört aber – genau wie Eri – schon lange zu den Frauen, die sich im Dorf engagieren. Sie helfen beim Trauerkaffee und backen Plätzchen für den Basar der evangelischen Kirchengemeinde. Eri kam nach Kleinlinden, weil ihr Ehemann von hier stammt. Viktoria war eine der Gastarbeiterinnen, die in den 1960er Jahren in Griechenland angeworben wurden.

Apropos: "Heimweh" heißt auf Japanisch "Boukyou".

Quelle: Gießener Allgemeine

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