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Im Senatssaal wurden am Abend die Stimmen ausgezählt. (Foto: Schepp)

Vereinigte Professoren bei Uni-Senatswahl vorn

Gießen (si). Die Hochschullehrerliste Vereinigte Professoren bleibt stärkste Gruppe im Senat der Justus-Liebig-Universität, dem wichtigsten zentralen Selbstverwaltungsgremium. Bei den Wahlen, die am Donnerstagabend ausgezählt wurden, erhielt die Gruppe unverändert vier Sitze.

Die Neue Universität kam wie bei den letzten Wahlen vor zwei Jahren auf drei Mandate. Dritte Kraft bei den Professoren, für die allein neun der 17 Plätze reserviert sind, ist die Lebendige Universität. Sie errang – ebenfalls unverändert – zwei Sitze.

Bei den Studierenden gehen Uni Grün sowie die Jusos wie zuvor mit je einem Sitz in den nächsten Senat. Auch die CDU-nahe StudentenUnion war diesmal erfolgreich und wird künftig einen Vertreter entsenden. Die Liberale Hochschulgruppe und die zuletzt vertretene Liste Für Solidarität und freie Bildung gingen leer aus. Insgesamt stellen die Studierenden drei Senatoren.

Bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern ist die Pragmatische Mitte mit zwei Sitzen jetzt stärkste Gruppe. Sie errang zusätzlich das eine Mandat, das zuletzt die Demokratische Universität hatte, die nicht mehr angetreten war. Die Innovative Mitte kommt wieder auf einen Sitz.

Bei den technisch-administrativen Mitarbeitern teilen sich Unabhängige Liste und ver.di wie schon seit vielen Jahren die zwei zur Verfügung stehenden Sitze.

Sehr unterschiedlich war die Wahlbeteiligung. Am höchsten lag sie erneut bei den Professoren, von denen gingen nun sogar 81 Prozent (zuletzt 75 Prozent) zur Abstimmung. Bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern waren es 37 Prozent, auch dies deutlich mehr als zuletzt (22 Prozent). Bei den technisch-administrativen Mitarbeitern stagnierte die Quote bei 23 Prozent. Von den Studierenden gingen nur 12,3 Prozent wählen, noch einmal zwei Prozentpunkte weniger als zuletzt. Zur Wahl aufgerufen waren über 32 000 Hochschulangehörige.

Laut Hochschulgesetz berät der Senat in grundsätzlichen Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium. Außerdem soll er die Geschäftsführung des Universitätspräsidiums überwachen. Das Gremium wählt auch die Mitglieder der Hochschulleitung. Für die Neuwahl des Universitätspräsidenten am übernächsten Mittwoch (11. Februar) ist noch der alte Senat zuständig.

Einen Tag länger als geplant, nämlich bis zum nächsten Dienstag, läuft die Abstimmung zum Studentenparlament, dem Selbstverwaltungsgremium der Studierenden. Dort hatte der Wahlausschuss fehlerhafte Stimmzettel moniert. Um die 31 Sitze haben sich elf Listen beworben.

Quelle: Gießener Allgemeine

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